So schreiben Sie einen guten Spendenbrief

Ein ansprechend gestalteter, persönlicher Brief kommt auch in Zeiten digitaler Kommunikation immer gut an. Briefe auf Papier erhalten in der Regel eine höhere Aufmerksamkeit als ein E-Mail. Bei Spendenbriefen ist wichtig, dass der Absender den richtigen Ton trifft und mit einer passenden Bildsprache überzeugt. Ein Spendenschreiben sollte Emotionen wecken und die Lesenden zum Spenden bewegen. Tipps rund um das Schreiben von Spendenbriefe finden Sie hier.

Autorin: Agustina Barzola Balmer & Bernhard Bircher-Suits

Eine persönliche Ansprache ist ein Muss

Spendenbriefe sollen persönlich sein. Sprechen Sie die Lesenden direkt und mit ihrem Namen an. Betrachten Sie die Lesenden als Partner, mit denen Sie kooperieren möchten. Schaffen Sie Nähe und ein WIR-Gefühl. Mit einer personalisierten Ansprache entsteht beim Empfangenden nicht das Gefühl, einer von vielen Empfängern zu sein. Achten Sie speziell darauf, dass Name und Adresse sowie die Anrede im Brief korrekt geschrieben sind. So entsteht nicht bereits zu Beginn ein negatives Gefühl beim Empfänger.

Das Fundraising-Thema ist das A und O

Der Grund, warum ein Fundraising durchgeführt wird, ist der wichtigste Punkt im Brief. Der Grund für die Spendensammlung sollte Emotionen wecken und glauwürdig sein. Überlegen Sie, welche Fragen die Lesenden zum Thema haben könnten. Beantworten Sie die wichtigsten Leitfragen einer möglichen Spendenperson. Bauen Sie Vertrauen zum Lesenden auf. Erzählen Sie dazu am Besten eine einfache, aber reale Geschichte, welche dem Lesenden rasch im Gedächtnis haften bleibt. Egal, ob es um Menschen, Tiere, oder Umwelt geht. Probieren Sie in Ihrer Geschichte reale Betroffene zu zeigen und ihre Probleme zu schildern. Lassen Sie Betroffene ihre Probleme im Text selbst mit Hilfe von Zitaten schildern. Das macht den Text authentischer. Die Probleme in Ihrer Geschichte sollten aber mit Hilfe von Helden und Ihrer Organisation lösbar sein. Die Helden sind die Spendenden selbst. Lösen Sie mit mehreren Call-to-Action-Aufrufen eine Handlung bei ihnen aus.

Schreiben Sie leicht verständlich

Der Sprachstil ist ein äusserst wichtiger Faktor. Die Lesenden sollen sich emotional berührt fühlen. Schreiben Sie ihren Brief möglichst anschaulich und nutzen Sie Bilder und Metaphern. Versuchen Sie ausserdem, konkret zu schreiben. Nutzen Sie einfache Beispiele zur Veranschaulichung komplexer Dinge wie Statistiken, Zahlen, etc..  Lehnen Sie ihren Text möglichst an die mündliche Sprache an. Vermeiden Sie komplizierten Schachtelsätze. Verwenden Sie eine positive Sprache. Schreiben Sie also nicht: «Wir haben kein Geld für XY» sondern «Mit Ihrer Hilfe können wir XY unterstützen.»

Schreiben Sie für Ihre Zielgruppe

Bei Spendenbriefen sollten Sie ihre Zielgruppe immer im Auge behalten. Der eingesetzte Schreibstil muss zur angepeilten Zielgruppe passen. Schreiben Sie den Brief für mehrheitlich ältere Menschen oder eher für ein jüngeres Zielpublikum? Lassen Sie den «fertigen» Spendenbrief vor einem Massenversand von Menschen aus dem Zielpublikum kritisch begutachten.

Struktur: Attention Interest Desire Action

Das AIDA-Prinzip mag dem einen oder anderen von der Schule bekannt sein. Bei einem Spendenbrief ist es für die Strukturierung nützlich:

A – Attention: Ziehen Sie die Aufmerksamkeit auf Ihren Spendenbrief. Am besten erreichen Sie das mit einem interessanten und emotionalen Einstieg, oder einem aussergewöhnlichen Bild. Meiden Sie langweilige Einleitungen. Beginnen Sie besser mit einer dramatischen Szene.

I – Interest: Erklären Sie, worum es Ihnen beim Projekt geht. Zeigen Sie mögliche Lösungen des Problems, oder allfällige bereits erzielte Lösungen. Wecken Sie Hoffnung.

D – Desire: Schaffen Sie bei den Lesenden das Gefühl, helfen zu müssen. Jeder Franken zählt.

A – Action: Sagen Sie den Lesenden, was sie genau tun sollen, um der Organisation zu helfen. Legen Sie Spendenbeiträge fest und zeigen Sie den Lesenden, was sie mit den jeweiligen Beträgen erreichen können.

 

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Swisslos-Fonds: So kommen FundraiserInnen an die Swisslos-Milliarden

© Swisslos

Die Lotterianbieter Swisslos und Lotterie Romandie bieten in der Schweiz Zahlenlottos, Sportwetten und Lose an. Ihre Gewinne fliessen an die Kantone zur Unterstützung des Gemeinwohls. Die Kantone finanzieren mit den hunderten Millionen Franken Kultur, Soziales und Sport. Doch jeder Kanton kennt eigene Verteilregeln. Fundraiso bringt Licht in den Förderdschungel.

Den vollständigen Text finden Sie auf Fundraiso.ch – klicken Sie hier

 

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Newsletter 2/2021

Trotz Corona-Krise: Unsere Kundenliste wird immer länger. Neu dürfen wir die Stiftung Zürcher Lighthouse, den Familienbetrieb Geigenbauer Rast sowie die Stiftungen Vitanetz und Humanitas Horgen zu unseren Kunden zählen. Unten finden Sie wie üblich kostenlose Ratgeberartikel zu aktuellen Themen wie «Führung im digitalen Zeitalter» oder «Grüne Kryptowährungen?». Und kennen Sie schon den von der FundCom gestalteten, neuen Ratgeber des Zürcher Spendenparlaments?

Viel Spass beim Lesen unseres Newsletters.

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Newsletter Nr. 1/2021

Liebe alle

Guter Rat muss nicht teuer sein: Im vorliegenden FundCom-Newsletter finden Sie kostenlose Ratgeberartikel zu Themen wie «Kryptospenden» und das «Stopfen von Finanzlöchern». Lesen Sie zudem, wie das Online-Portal «DeinAdieu» Hilfswerken ermöglicht, Erbschaften und Legate für Ihre Organisation zu gewinnen.

Die Newsletter-Themen auf einen Blick:

Ratgeber über Kryptospenden

Fundraising: Die Chancen und Risiken von Kryptospenden

Ratgeber bei privaten Finanzlöchern

Corona-Krise: So stopfen Sie Finanzlöcher preiswert

Erbschaftsfundraising

Mehr Legate & Erbschaften mit cleveren Online-Tools

Spendenmailing für Humanitas

Mit Therapiehunden gegen die Einsamkeit

 

Felix Ertle unterstützt uns als Projektleiter für Fundraising-, Marketing- und Content-Projekte mit viel Herzblut und Einsatz. Herzlich willkommen bei der FundCom direkt neben dem neuen «Negrellisteg»!

Viel Spass beim Lesen der Artikel. Hier gehts zum Newsletter.

Herzliche Grüsse

 

Bernhard Bircher-Suits

Geschäftsleiter FundCom

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Newsletter Nr. 3/2020

Liebe alle
 
Eine Demoscope-Umfrage im Auftrag der «Allianz für das Gemeinwohl» zeigt, dass die Schweizer wegen der Corona-Krise vermehrt über das Sterben und ihren Nachlass nachdenken. Eine umfassende Umfrage unseres Kunden DeinAdieu.ch macht nun klar: Schweizer hinterlassen ihr Vermögen am liebsten Organisationen, die sich für Tier-, Natur- und Umweltschutz einsetzen.

Die im 2021 anstehende Erbrechtsrevision dürfte den «Erbschafts-Spendenmarkt» mit einem Volumen von jährlich 95 Milliarden Franken für Fundraiser und NPOs noch attraktiver machen. Die spannenden Erkenntnisse aus der DeinAdieu.ch-Studie konnten wir erfolgreich in den Medien platzieren.

Die Newsletter-Themen auf einen Blick:

Umfrage von DeinAdieu.ch
Schweizer vererben ihr Geld lieber Tieren als Flüchtlingen

Artikel für Fundraiso.ch
Milliardärs-Familie mit Sinn für den guten Zweck

Online-Shop & Werbevideo für den Verein Massai Art & Heart
Massai-Schmuck für den guten Zweck

Mehr Sichtbarkeit im Web
So sind Sie bei Google ganz oben


Ein Erfolg war auch die Anstellung meiner ersten Mitarbeiterin: Seit Mitte Oktober unterstützt mich Claudia Wagner mit viel Einsatz und Herzblut als erfahrene Projekt-Managerin bei Fundraising-, Marketing- und Content-Projekten (siehe Foto oben). Herzlich willkommen an der Neugasse 6!

Viel Spass beim Lesen der Artikel. Hier gehts zum Newsletter.

Herzliche Grüsse

Bernhard Bircher-Suits
Geschäftsleiter FundCom

P.S. Lesen Sie auch Newsletter Nr. 1/2020 und Newsletter Nr. 2/202

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FundCom-Newsletter 2-2020

 

Liebe alle

Schwarz arbeitende Haushaltshilfen in privaten Haushalten sind von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Sie können ihre Rechte als illegal arbeitende Arbeitnehmende kaum durchsetzen und sind bei Unfall oder Krankheit meist nur schlecht oder gar nicht versichert. Umso mehr freut es mich, dass die FundCom regelmässig für den Neukunden quitt. arbeiten darf. quitt. ist die Nummer 1 in der Schweiz für das korrekte Anstellen und Versichern von Haushaltshilfen. Wir unterstützen den Online-Dienstleister in der Medienarbeit und im On- und Offline-Marketing. Ein erster Erfolg: quitt. landete mit einer nutzwertigen Datenstory auf der News-Plattform «20 Minuten» und im gedruckten Heft. Gerne zeigen wir Ihnen, wie wir mit Storytelling und Online-Marketing Aufmerksamkeit für unsere Kunden generieren.

Am Mittwoch, 1. Juli ab 18.00 Uhr laden wir wieder Menschen aus allen Branchen an den Networking-Event «Drinks&Links» ein. Das Treffen findet neben dem HB Zürich direkt neben dem FundCom-Büro in der «Amboss Rampe» statt. Anmeldung über Meetup. 28 Personen sind bereits mit von der Partie. Wir freuen uns auch auf Sie!

Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen der folgenden Artikel.
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Beste Grüsse

Bernhard Bircher-Suits
Geschäftsleiter FundCom
 

Der umtriebige Ingenieur und seine Stiftungen

Stiftungen Suhner

Der Schweizer Maschineningenieur Bertold Suhner legte während dem zweiten Weltkrieg den Grundstein für einen Schweizer Weltkonzern: Die Metrohm AG in Herisau im Kanton Appenzell Ausserrhoden (AR). Der vielseitige Unternehmer Suhner hatte ein Herz für die Natur, Menschen und Tiere. Fundraiso beleuchtet die drei Suhner-Stiftungen und zeigt, welche Art von Projekten sie fördern.

Den vollständigen Text finden Sie auf Fundraiso.ch – klicken Sie hier.

«Amazon Smile»: Spendenprogramm ohne Schweizer Beteiligung

Einkaufen und Gutes tun – das ist die Idee von «Charity Shopping» und des Amazon- Spendenprogramms «Smile». Dank Smile haben gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Deutschland und Österreich bereits über 7 Millionen Euro Spenden erhalten. Schweizer Organisationen profitieren nicht vom Geldsegen. Die Migros-Shops Digitec und Galaxus starten zumindest bald eine freiwillige CO2-Kompensation für Einkäufe.

Amazon ist der wertvollste Konzern der Welt. Der Online-Laden startete 1994 in einer Garage als Online-Buchhändler und ist mittlerweile ein Gemischtwaren-Laden mit 229 Millionen Produkten. Laut der Studie «E-Commerce-Markt Schweiz 2019» ist Zalando.ch mit Umsätzen von 676 Millionen Euro im Schweizer E-Commerce-Markt führend. Darauf folgen Digitec.ch mit 667 Millionen und auf dem dritten Platz bereits Amazon.de mit über 402 Millionen Euro.

Fundraising mit Charity-Shopping
So gut wie alle Nonprofit-Organisationen sind auf Spenden angewiesen, um ihre Zwecke erfüllen zu können. Zu den altbekannten Formen des Fundraisings und Spendensammelns kommt seit einiger Zeit die Variante Charity Shopping dazu. Ein solches «Einkaufen und gleichzeitig Spenden»-Programm bietet auch Amazon an. Mit «Amazon Smile» kann man beim Shoppen auch das soziale Gewissen entlasten. Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber sagte beim Start des Angebots in Deutschland und Österreich im November 2016: «Kunden können ihren Fussballverein im Ort unterstützen, ein Tierheim oder grosse, international tätige Organisationen. Sie müssen nicht in die eigene Tasche greifen, sondern dürfen Amazon in die Tasche greifen lassen.» Und so funktioniert es: Amazon gibt angemeldeten Organisationen ein halbes Prozent der Einkaufssumme ihrer qualifizierten «smile.amazon.de»-Käufe weiter. Schweizer Amazon-Nutzer können sich auch am Spenden-Shopping beteiligen. Für Kunden und Organisationen entstehen keine zusätzlichen Kosten. Die UNO-Flüchtlingshilfe, der deutsche Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), hat beispielsweise im Jahr 2018 mehr als 100’000 Euro von Amazon erhalten.

Begünstigte Organisation bleibt im Profil gespeichert
Die Höhe der Spende hängt vom Kundenverhalten ab. Beim ersten Besuch auf Smile.amazon.de können Amazon-Kunden eine bevorzugte Organisation auswählen. Amazon speichert diese Auswahl. Wenn ein für Smile registrierte Kunde dann auf Amazon.de einkauft, sammelt Amazon 0,5% des Wertes der gesamten Einkäufe für die ausgewählte Organisation. Die Auswahl kann jederzeit im Benutzerprofil geändert werden. Jeder Einkauf muss auf Smile.amazon.de beginnen, ansonsten zählt er nicht für eine Spende.

Organisationen müssen sich seit 2019 für Smile-Teilnahme anmelden
Im deutschen Smile-Programm sind gemäss Amazon-Sprecher Ole Wulff mehr als 20’000 Organisationen aus Deutschland und Österreich aktiv. Wulff sagt: «Mit der grossen Auswahl an Organisationen zeigen wir seit 2019 nur noch solche Organisationen, die sich aktiv für die Teilnahme am Programm entschieden haben.» Smile gibt es gemäss Wulff auch noch in Grossbritannien und den USA. Gemäss Wulff erhielten gemeinnützige Organisationen weltweit bis heute mehr als 148 Millionen US-Dollar Spenden. Im deutschen Programm waren es über 7 Millionen Euro. Die Teilnahmeberechtigung einer Organisation lässt Amazon durch Stifter-helfen prüfen, ein IT-Portal für Non-Profit-Organisationen.

Schweizer Organisationen sind nicht mit von der Partie
Der grosse Haken bei Amazon Smile: Schweizer Organisationen können bisher nicht mitmachen. Ob das Smile-Programm auch in der Schweiz eingeführt wird, wollte Amazon Deutschland nicht sagen. Auf Schweizer Vertriebsplattformen sucht man zudem vergebens nach Charity-Shopping-Partnerschaften. Was in Deutschland beim Onlinekauf nicht mehr wegzudenken ist, scheint hierzulande kaum existent. Zumindest auf dem kleinen Schweizer Online-Shop «Grablichter» findet sich eine Charity-Shopping-Funktion. Der zweitgrösste Schweizer Online-Shop Digitec, ein Tochterunternehmen der Migros, setzt zwar nicht auf Charity-Shopping, bringt aber im ersten Halbjahr 2020 gemäss Mediensprecher Alex Hämmerli «eine freiwillige CO2-Kompensation für Online-Einkäufe bei Digitec und Galaxus.» Das Geld werde an einen Schweizer CO2-Kompensationsanbieter fliessen und indirekt an durch Digitec/Galaxus ausgewählte Umweltprojekte.


Charity-Shopping: Mit Migros-Einkäufen die Natur unterstützen
In Deutschland gibt es neben Amazon Smile mehrere Plattformen, über die Organisationen von den Einkäufen Dritter profitieren können – wie zum Beispiel Bildungsspender, boost, easybenefit, gooding, helpfreely, helpshops, Schulengel und shop+. Das Prinzip ist überall ähnlich. Eine Person meldet sich auf einer solchen Online-Plattform an und wählt sich eine Organisation aus, welche dort registriert sein muss. Danach sucht sich der Konsument über diese Plattform den gewünschten Online-Shop aus und kauft dort ein. Kommt der Kauf zustande, fliesst eine Provision an die Website, von der aus der Kunde auf die Website zugegriffen hat, also an die Plattform. Diese gibt die Provision in Teilen an die gewünschte Non-Profit-Organisation weiter. Der Haken hier: Alle erwähnten deutschen Plattformen sind nicht für Schweizer Organisationen gedacht.

«Nature Heros» bei der Migros Charity-Shopping findet aber doch in etwas anderer Form in der Schweiz statt. Bei der Migros können im Frühling 2020 alle Kunden Ihre volle Sammelkarte im Rahmen der Aktion «Nature Hero» gegen eine Spende für eine Schweizer Non-Profit-Organisation eintauschen. Mit dabei sind die Gewässerschutzorganisation «Aqua viva», «Wildbiene & Partner», «Birdlife Schweiz» und das «Bergwaldprojekt». Wer seine Sammelkarte spendet, leistet einen Beitrag für die Erhaltung der Biodiversität in der Schweiz.

Autor: Bernhard Bircher-Suits, FundCom. Dieser Artikel ist erstmals auf Fundraiso.ch erschienen.

So gelingt die Spenden-Kampagne

Eine Spenden-Kampagne auf einer Online-Spendenplattform ist kein Selbstläufer. Fundraiso.ch sagt, was zum Erfolg beim Spenden sammeln auf Crowdfunding-Plattformen beiträgt.

Das Spendenprojekt «Mini-Restaurant auf vier Rädern» von Annika Berger hat auf Crowdify bereits über 28’000 Franken Spenden eingenommen. Das Ziel von 35’000 Franken dürfte das Projekt erreichen. Die 44-jährige Annika Berger aus Pfäffikon ZH sagt: «Mir war von Anfang an klar, dass eine Spendenkampagne für mein Projekt kein Selbstläufer wird».

Erfolgsrezept: Vorarbeit, Vorarbeit, Vorarbeit
Doch was war das Erfolgsrezept von Berger, um innert weniger Wochen, so viele Spenden einzunehmen? Bei solchen Crowdfunding-Projekten tönt die Antwort oft ähnlich: «Ich habe viel Vorbereitungsarbeit geleistet.» Das ist auch im Beispiel Annika Berger der Fall. Die ehemalige LKW-Fahrerin hat eine ausführliche, professionell gestaltete Projekt-Website erstellt, ein emotionales Video gedreht und sogar ein T-Shirt produziert. Ihr Herzensprojekt hat sie zudem mit Bildern und vielen Details illustriert.

Spenden-Kampagne: Kleinere Gegenleistungen bringen Erfolg
Als kleine Gegenleistung vergibt Berger den Spendern zudem Geschenke in Form eines Glas Weins oder eines Gratis-Menüs. Annika Berger sagt: «In der Vorbereitungsphase habe ich rund 40 Personen einen Prospekt zugesandt und Dutzende Flyer verteilt. Ich habe auf Facebook zudem eine bezahlte Werbekampagne für relativ wenig Geld gestartet. Die Kampagne haben rund 8500 Personen gesehen.» Wer eine Crowdfunding-Kampagne professionell plant und umsetzt, auf eigene Faust oder mit externer Hilfe, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit finanziell belohnt. Gemäss Crowdfunding-Monitor Schweiz 2019 liegt die Erfolgsquote solcher Spendenprojekte in der Schweiz bei 68 Prozent. Das ist auch im internationalen Vergleich ein sehr hoher Wert.

Durchschnittliche Spendensummen: 9500 bis 15’000 Franken
Das Projekt von Annika Berger lag in Bezug auf das Spendenziel von 35 000 Franken klar über dem Schnitt: Die durchschnittliche Summe pro Projekt belief sich gemäss HLS-Studie zwischen rund 9500 Franken («Sport und Gesundheit») und 15’000 Franken («soziale Projekte»). Von finanzieller Bedeutung sind Crowdspenden (Crowddonating) vor allem in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Dank Crowdfunding kamen im Jahr 2018 7.5 bis 8.5 Millionen Franken zusammen. Betrachtet man die Gesamtvolumen im Kulturbereich von 3 Milliarden pro Jahr und 1.85 Milliarden Franken im Spendenbereich wird klar: Die auf Crowddonating-Plattformen erzielten Spendenvolumen sind im Vergleich zu den gesamthaft erzielten Einnahmen immer noch bescheiden. Über Crowddonating-Plattformen lassen sich mit Spenden kleinere, rasch verständliche Projekte mit hoher Wahrscheinlichkeit gut finanzieren. Bei einer Crowdfunding-Kampagne gilt es aber einige Dinge zu beachten. Die folgenden Tipps helfen auf dem Weg zum eigenen, erfolgreichen Projekt.

Bernhard Bircher-Suits, FundCom AG

So gestalten Sie eine erfolgreiche Spenden-Kampagne

  • Plattform-Evaluation: Suchen Sie eine für Ihr Projekt passende Crowdfunding-Plattform mit Hilfe einem detaillierten Anforderungskatalog.
  • Zieldefinition und Budget: Legen Sie für Ihre Crowdfunding-Kampagne überprüfbare Ziele fest (Spendenziel, Anzahl Unterstützer, Anzahl Leads, etc.) und planen Sie die zur Zielerreichung nötigen Ressourcen (Budget) für die gesamte Laufzeit und darüber ein (Personalbudget, Kosten Kampagnenproduktion, etc.). Unrealistische Finanzierungsziele bzw. eine schlechte Planung bergen Frustrationspotential für alle Beteiligten. Setzen Sie Spenden-Etappenziele. Werden die Ziele verfehlt, gilt es, die Marketing-Bemühungen umgehend zu intensivieren.
  • Projektbeschrieb: Überlegen Sie, wie Sie ihr Projekt in einer kreativen, emotionalen Story präsentieren können. Gefragt ist eine authentische Geschichte mit viel Emotionen und Menschen hinter der Idee. Texte sollten kurz und verständlich sein – weniger ist oft mehr. Ein Video ist heutzutage ein Muss. Das Video sollte maximal zwei Minuten lang sein und einen packenden Einstieg sowie ein witziges Ende mit einem Spendenaufruf beinhalten.
  • Vorbereitungsphase: Produzieren Sie alle nötigen Informationsmaterialien in guter Qualität (Website, Flyer, Bilder, Grafiken, Poster, Videos), off- wie online.
  • Gegenleistungen: Planen und organisieren Sie kleinere, exklusive Gegenleistungen zur Motivation Ihrer Spender. Eine Gegenleistung kann zum Beispiel eine persönlich geschriebene Dankeskarte mit einem Give-Away sein. Die Gegenleistung sollte einen gewissen Erinnerungswert haben und der Versand unkompliziert und nicht zu teuer sein.
  • Pretest: Zeigen Sie den «fertigen» Projektbeschrieb einer Auswahl der angepeilten Zielgruppe und optimieren Sie Ihre Kampagne nochmals aufgrund der Rückmeldungen.
  • Planung: Eine gute Planung ist das A und O. Es sollte klar sein, in welcher Phase wer, was mit welchem Aufwand macht. Eine gute Finanzierungsphase läuft in der Regel zwischen 40 und 60 Tagen. Während dieser Zeit gilt es, laufend auf das Projekt aufmerksam zu machen.
  • Startzeitpunkt: Legen Sie einen passenden Startzeitpunkt im Jahr fest, an welchem Sie mit ungeteilter Aufmerksamkeit für Ihr Projekt rechnen können. Ferienzeiten sind der Regel nicht ein idealer Startzeitpunkt.
  • Startphase: In der Startphase einer Spenden-Kampagne gilt es die Aufmerksamkeit von Bekannten, Fans, Unterstützern und nach Möglichkeit auch der Medien zu gewinnen. Es gilt das Projekt auf allen Kanälen zu vermarkten mit Hilfe von E-Mails, Flyern, Social Media Posts, etc. Vor allem das persönliche Netzwerk sollte man aktivieren. Crowdfunding beginnt fast immer im eigenen Umfeld.
  • Feedbackschlaufe: Sammeln Sie über die Spenden-Plattform und auf Social Media laufend Feedbacks zum Projekt und passen Sie bei Bedarf die Projektbeschreibung an.
  • Nachbearbeitung: Falls Sie das Projekt erfolgreich finanzieren konnten, gilt es, dies zu kommunizieren und sich bei allen Unterstützern zu bedanken. Entweder mit einem kleinen Geschenk, oder falls nicht vorgesehen, zumindest mit einem möglichst individuellen Dankeschön-Text. Falls das Projekt nicht finanziert werden konnte, gilt es herauszufinden, woran es lag und wie man es beim nächsten Versuch besser machen kann.

FundCom-Newsletter 1-2020

Hier gehts zum Newsletter im Original-Layout.

Liebe alle

Ein herzliches Dankeschön an all die Vereine, Stiftungen und Unternehmen, welche meinem Freelancer-Team und mir im 2019 ihr Vertrauen geschenkt haben. In nur einem Jahr konnten wir uns erfolgreich im Schweizer Markt etablieren und sind mit viel Elan ins 2020 gestartet.

Wir laden neu Menschen aus allen Branchen und Tätigkeitsgebieten an den monatlich stattfindenden Networking-Event «Drinks&Links» ein. Das kostenlose Treffen findet neben dem FundCom-Büro in der «Amboss Rampe» statt – direkt neben dem HB Zürich. Trotz Corona-Krise kamen rund 50 Leute ans Februar-Treffen, wow! Das nächste «Drinks&Links» findet am Mittwoch, 25. März ab 18.00 Uhr statt. Die Anmeldung finden Sie unten im Newsletter.

Gespräche mit Fundraisern haben mir im 2019 gezeigt: Einigen fehlt der Durchblick im Crowdfunding-Markt. Das erstaunt nicht, denn mittlerweile buhlen 37 Plattformen um die Gunst von Spendern und Fundraisern. Ich habe den Dschungel im folgenden Artikel für Fundraiso.ch gelichtet und zeige, auf welche Punkte Fundraiser bei der Plattform-Auswahl achten sollten.

Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen der  folgenden Artikel. Über Feedbacks zu den Texten und den ersten FundCom-Newsletter freuen wir uns sehr.

Beste Grüsse

Bernhard Bircher-Suits
Geschäftsleiter FundCom

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