Unternutzungsabzug: So sparen Sie Steuern bei leeren Räumen

Wenn Sie als Wohneigentümer nicht alle Zimmer nutzen, können Sie je nach persönlichen Voraussetzungen und Kanton einen Unternutzungsabzug geltend machen. Damit lassen sich Steuern sparen.

Beim Bund und bei einigen Kantonen können Immobilienbesitzer einen Unternutzungsabzug auf den Eigenmietwert geltend machen. Dies zum Beispiel, wenn sie ein Arbeitszimmer nicht mehr nutzen oder Kinder ausziehen. Erfahren Sie mehr über die Praxis der Steuerämter.

Von Bernhard Bircher-Suits

 

Darum gehts

  • Wie Sie dank Unternutzungsabzug den Eigenmietwert Ihres Wohneigentums reduzieren
  • Wer Chancen auf einen Unternutzungsabzug hat
  • Welche Kantone den Unternutzungsabzug gewähren
  • Wie der Unternutzungsabzug berechnet wird (mit Berechnungsbeispiel für den Kanton Zürich)
  • Wann die Härtefallklausel angewendet wird

Elsbeth Affeltranger (Name geändert) lebte während Jahrzehnten mit Gatte und Kindern in ihrem 6-Zimmer-Haus im Kanton Aargau. Die rüstige Rentnerin ist mittlerweile Witwe und wohnt allein im Eigenheim mit Garten. Seit dem Tod ihres Mannes stehen zwei Arbeitszimmer leer. Vermieten wollte Affeltranger die Büros nicht: «Ich möchte meine Ruhe haben», sagt sie.

Für das selbstbewohnte Haus muss die Witwe ein fiktives Einkommen versteuern: den Eigenmietwert. Er beträgt für das Haus mit einem amtlichen Steuerwert von 462’500 Franken 16’312 Franken im Jahr. Diesen Wert leitet die Steuerbehörde jeweils vom theoretisch erzielbaren Mietwert der Immobilie auf dem freien Markt ab.

Unternutzungsabzug kann Eigenmietwert reduzieren

Gemäss Bundesgericht gilt in allen Kantonen, dass der Eigenmietwert mindestens 60 Prozent des Werts betragen muss, den ein Wohneigentümer erzielen könnte, wenn er die Liegenschaft vermieten würde. Die 16’300 Franken Eigenmietwert kosten Elsbeth Affeltranger jedes Jahr rund 615 Franken Steuern. Das ist viel Geld für die 79-Jährige, die von der AHV-Rente und einer bescheidenen Pensionskassenrente von zusammen 3700 Franken pro Monat lebt.

Affeltrangers Treuhänder riet, für die zwei leerstehenden Zimmer des Hauses beim Eigenmietwert in der Steuererklärung einen Unternutzungsabzug geltend zu machen. Das würde den Eigenmietwert reduzieren – mindestens bei der Bundessteuer. Denn der Kanton Aargau erlaubt keinen Unternutzungsabzug. Auch andere Kantone wie das Wallis sehen das nicht vor.

Wer Chancen auf einen Unternutzungsabzug hat

Bei der direkten Bundesteuer wird der Unternutzungsabzug so berechnet: Der Eigenmietwert der Liegenschaft wird mit der Anzahl der nicht genutzten Räume multipliziert. Dieses Ergebnis wird dividiert durch die genutzte Anzahl Zimmer. Daraus folgt der zu gewährende Unternutzungsabzug. Im Fall Affeltranger wird der Eigenmietwert somit um 8150 Franken reduziert (16’300 Franken mal 2 geteilt durch 4).

Doch welche Kantone gewähren den Abzug und unter welchen Auflagen?

  • In der Regel anerkennen Kantone keine Unternutzung, wenn eine Einzelperson in normalen bis guten finanziellen Verhältnissen vier Zimmer, respektive zwei Personen vier bis sechs Zimmer bewohnen.
  • Gute Chancen für einen Unternutzungsabzug haben Alleinstehende, mit einem Haus oder in einer Wohnung mit mehr als vier Zimmern.
  • Auch Zweipersonenhaushalte, die ein Eigenheim mit mindestens sechs oder sieben Zimmern haben, können einen Abzug vornehmen.
  • Wer ein Haus kauft, das von Anfang an zu gross ist, geht in allen Kantonen leer aus.
Für Unternutzung gilt Belegpflicht

Die Steuerpflichtigen müssen eine Unternutzung belegen können. Einige Steuerbehörden verlangen Fotos und behalten sich Kontrollen vor Ort vor. Meist verlangen die Steuerbehörden, dass die «unterbenutzten» Räume nicht möbliert sind.

Grosszügig sind die Kantone Zürich und Nidwalden. Hier gelten auch Räume, in denen Möbel im Sinne einer «Einlagerung» stehen gelassen werden, als ungenutzt.

Für die genaue kantonale Praxis fragen Eigentümer am besten beim kantonalen Steueramt nach.

Berechnungsbeispiel für den Kanton Zürich

Bei Einfamilienhäusern im Kanton Zürich etwa gilt folgende Berechnungsformel:
Eigenmietwert mal effektiv benutzte Zimmerzahl plus 2 dividiert durch vorhandene Räume plus 2

Beispiel:
Der Abzug für ein 9-Zimmer-Haus mit zwei Ehegatten und drei leerstehenden Zimmern und einem Eigenmietwert von 36’000 Franken beträgt 26’100 Franken (36 000 x 8 [6 Zimmer + 2] dividiert durch 11 [9 Zimmer + 2].

Dieselbe Formel gilt für die Kantone Graubünden, Ob- und Nidwalden, Uri, Thurgau, Schwyz und Zug. Meist lehnt sich die kantonale Berechnungsformel an die Regelung bei der direkten Bundessteuer an.

Finanzielle Entlastung dank Einstufung als «Härtefall»

Finanziell nicht gut gestellte Personen können prüfen, ob sie von den Steuerbehörden allenfalls als «Härtefall» eingestuft werden. Kantone wie Graubünden, Luzern, Obwalden, Schaffhausen, Solothurn, St. Gallen und Zürich kennen beim Eigenmietwert eine solche Regelung. Besteht ein offensichtliches Missverhältnis zwischen den Einkünften des Steuerpflichtigen und dem Eigenmietwert, kann die Steuerbehörde den Betroffenen auf Antrag gezielt entlasten.

Lesen Sie den Artikel in der Originalversion und erfahren Sie:

  • Welche Kantone einen Unternutzungsabzug oder eine Härtefallklausel kennen (tabellarische Übersicht)
  • Welche die Voraussetzungen für einen Unternutzungsabzug bei der direkten Bundesteuer sind

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Dieser Artikel ist in K-Geld 1/2021 erschienen.

 

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Autofinanzierung: einen Wagen kaufen, leasen oder abonnieren?

Autofinanzierung

Ob Barkauf, Leasing oder Autoabo: Jede Form der Autofinanzierung hat ihre Vor- und Nachteile – und natürlich auch ihren Preis.

Autofinanzierung: Wer kein Bares für einen Autokauf hat, kann ein Auto für ein paar Jahre leasen oder auch nur für einige Monate abonnieren. Neue Abo-Angebote bieten mehr Kostentransparenz und Flexibilität. Das sind die Vor- und Nachteile des Barkaufs und eines Auto-Abos im Vergleich zum langfristig orientierten Leasingvertrag.

Von Bernhard Bircher-Suits

Die Online-Bank Swissquote hat Anfang Dezember angekündigt, dass sie ins Leasinggeschäft einsteige. Swissquote spannt dazu für ein Online-Angebot mit dem amerikanischen Elektroautobauer Tesla zusammen. Der Schritt überrascht nicht: Der private Auto-Leasing-Markt war in der Schweiz – zumindest bis zum Ausbruch der Corona-Krise – ein starker Wachstumsmarkt.

Das Volumen von Konsumentenleasings wuchs laut dem Schweizerischen Leasingverband (SLV) im Jahr 2019 stark. Bei den Neugeschäften stieg das Kreditvolumen im Vorjahresvergleich um satte 9%. Im Schnitt lag die Kreditsumme 2019 bei neu geleasten Autos bei 34 500 Fr. pro Pkw. In der Schweiz werden je nach Automarke und -modell 30 bis 75% der Neuwagen über Leasingverträge finanziert.

Leasing als Unterstützung für den Technologiewandel

Swissquote dürfte bei den vergleichsweise teuren Elektroautos von Tesla ein dickes Geschäft wittern. Der SLV frohlockte bereits 2019 im Geschäftsbericht: «Bei den Elektro- und Hybridfahrzeugen fand letztes Jahr die markanteste Veränderung im Neuwagenabsatz statt. (. . .) Da sich die Konsumenten noch nicht sehr sicher sind, wie schnell sich die Entwicklung der Batterietechnologie verbessert, werden sicherlich viele das Leasing nutzen, um diese neue Technologie erfahren zu können (. . .).»

Ein Leasing kann bei Elektroautos in der Tat sinnvoll sein. Schliesslich haben ältere Elektroautos aufgrund des technologischen Fortschritts bei der Batterietechnologie beziehungsweise der Reichweite teilweise stark an Wert verloren.

In Deutschland ist dies auch wegen sehr hoher Prämien für umweltfreundliche Neuwagen der Fall. Wer ein neues Elektroauto mit eigenem Geld kauft, muss daher unter Umständen mit einem grossen Abschlag beim Wiederverkauf rechnen. Beim Leasingvertrag trägt dieses Wiederverkaufsrisiko der Leasinggeber.

Effektive Kosten für Leasing in der Regel höher als erwartet

Trotzdem ist Leasing in vielen Fällen die teuerste Variante des Autofahrens, denn es vereint die Nachteile der Miete mit den Nachteilen des Eigentums: Der Leasingnehmer zahlt einen monatlichen Schuldzins und muss zusätzlich wie ein Eigentümer für den Unterhalt aufkommen und den Wagen versichern. Zudem ist er dazu verpflichtet, eine teure Vollkaskoversicherung für die ganze Vertragsdauer abzuschliessen.

Bei der Rückgabe des Wagens nach Ablauf der Leasingdauer drohen im schlechten Fall noch Zusatzkosten für allfällige Mehrkilometer oder Reparaturen. Der Leasingnehmer hat zudem nur ein Vorkaufsrecht, falls dieses auch vertraglich vereinbart wurde.

Tiefe monatliche Leasingkosten wirken für viele Automobilisten auf den ersten Blick verführerisch. Doch laut Touring Club Schweiz (TCS) sind die effektiven Leasingkosten in der Regel dreimal höher als die offerierte, monatliche Leasingrate. Der Grund hierfür ist, dass Steuern, Versicherung und Unterhaltskosten im Leasingzins meist nicht enthalten sind.

Ausnahmen sind zum Beispiel neuere sogenannte Full-Leasing-Angebote, wie sie zum Beispiel der Autoimporteur Amag unter der Bezeichnung Leasing-Plus seit Anfang Juni 2020 anbietet. Im «Starter»-Leasingpaket sind auch alle Service- und Unterhaltsarbeiten am Fahrzeug für die komplette Leasingdauer im Leasingzins inklusive.

Barkauf ist oft die günstigste Variante

Ein Barkauf ist für einen finanzstarken Käufer dank Barzahler-Rabatten meist die günstigste Variante von allen Optionen, vor allem bei einer Haltedauer von mehr als sechs Jahren. Der Grund: Der Wertverlust eines Neuwagens ist vor allem in den ersten drei Jahren sehr hoch. Es ist finanziell – und auch ökologisch – betrachtet nicht sinnvoll, ein Auto zu kaufen und es nach nur zwei bis drei Jahren wieder mit einem enormen Wertverlust zu verkaufen.

Bezüglich Neuwagen und Wertverlust gibt es einen alten Spruch: «Fährt man mit dem neuen Auto vom Hof des Händlers, ist es bereits nur noch die Hälfte wert.» Firmen, die bei Geschäftswagen knallhart rechnen, setzen daher auch meist auf den Barkauf anstatt auf die Option Leasing. Das legen die Zahlen des SLV nahe: Bei den Pkw-Verträgen waren 2019 rund 80% der Leasingverträge in den Händen von Privaten, und der kleine Rest zählte zur Kategorie Gewerbe.

Auto-Abos sind im Kommen

Seit kurzer Zeit buhlen Startups wie Carvolution, Clyde – ein Angebot des Autoimporteurs Amag –, Carify – ein Spin-off der Uni St. Gallen – sowie Flatdrive der Swissbility AG mit Auto-Abos um die Gunst von Automobilisten.

Die Carvolution AG in Bannwil (BE) ist der momentan grösste Anbieter von Auto-Abos in der Schweiz. Carvolution möchte damit eine «Alternative zu Autokauf und Leasing» anbieten. Die Abo-Anbieter schliessen eine Lücke zwischen den Kurzvermietungen und den langfristig ausgelegten Leasingverträgen.

Die Firma sieht sich somit nicht als Konkurrenz zu Kurzzeitvermietern wie zum Beispiel Mobility. Bei Auto-Abos sind – wie bei Mobility oder anderen Kurzzeitanbietern – der Unterhalt und die Versicherung bereits inklusive. Im Gegensatz zur Mobility-Lösung muss man sich mit einem Auto-Abo aber selbst um einen Parkplatz bemühen. Auch weltweit tätige Autovermieter wie Hertz und Sixt mischen unterdessen im rasch wachsenden Abo-Markt mit.

Und sogar die wenig autoaffinen SBB bieten mit dem Abo SBB Green Class eine Kombi-Lösung aus ÖV-Abo und Auto an. Es handelt sich beim Fahrzeug um einen umweltfreundlichen Stromer. Kunden haben mit SBB Green Class Zugriff auf alle Verkehrsmittel, die sie laut SBB «in Ihrer aktuellen Lebenslage benötigen» – zum Fixpreis, während eines Jahres, während zwei, drei oder vier Jahren. Auto-Service, Vignette, Reifenwechsel, Steuern und Versicherung sind inklusive.

Und auch die Schweizer Versicherungen haben das Abo-Modell entdeckt. Upto, ein Angebot der Axa-Versicherung, bietet verschiedene Automodelle an – selbstverständlich inklusive Axa-Versicherung.

Auch die Mobiliar-Versicherung mischt im Geschäft mit. Sie hat der Carvolution AG 50 Mio. Fr. für den Flottenausbau zur Verfügung gestellt.

Grosse Unterschiede bei Verfügbarkeit und Flottenstärke

Die Verfügbarkeit und die Fahrzeugauswahl bei Abo-Anbietern unterscheiden sich stark von Anbieter zu Anbieter. Manche agieren nur an wenigen Standorten, und andere bieten nur eine sehr kleine Flotte von Fahrzeugen an. Die meisten Anbieter haben eine sehr kurze Kündigungsfrist von nur einem Monat.

Der grösste Vorteil beim Auto-Abo liegt aber bei der Kostentransparenz: Bei Auto-Abos sind die beim Leasing oder beim Kauf zusätzlich anfallenden Kosten wie Versicherung, Service und Reparaturen sowie Steuern bereits mit dabei – ausser der Aufwand für Treibstoff oder Strom (vgl. Tabelle unten).

Laut dem Vergleichsportal Moneyland.ch variieren die monatlichen Pauschalgebühren je nach Anbieter, Auto-Abo und ausgewähltem Automodell zwischen 300 und 2000 Fr. pro Monat. Der TCS-Sprecher Daniel Graf erklärt, für wen Auto-Abos sinnvoll sind: «Für Personen mit regelmässigem Einkommen, die ab und zu wieder ein anderes Auto fahren wollen. Auch wer für begrenzte Zeit ein Auto benötigt oder einen Sommer lang einmal Cabrio fahren und keine langfristigen Verpflichtungen eingehen will, für den kann ein Auto-Abo durchaus Sinn ergeben.»

Verkehrsteuern und Versicherungsprämiene je nach Kanton anders

Laut TCS legt ein Autofahrer in der Schweiz pro Jahr im Schnitt 15 200 Kilometer zurück. Das Online-Portal Autoscout24 hat anhand eines VW Polo und 15 000 gefahrenen Kilometern pro Jahr die Kosten zwischen Auto-Abo und Leasing verglichen. Resultat: Auf den ersten Blick wirkt die monatliche Rate beim Leasing mit 208 Fr. günstig.

Die Kosten des Leasings können bei kurzer Haltedauer aber höher ausfallen, sofern man alle zusätzlichen Kosten mit dazurechnet – im Beispiel sind es effektiv 600 Fr. pro Monat, beim Auto-Abo «nur» 570 Fr. während 12 Monaten.

Doch der Vergleich ist laut Autoscout24 «mit Vorsicht zu geniessen». Denn je nach Halter-Kanton gibt es Unterschiede, was die Strassenverkehrssteuern, die Versicherungsprämien und die administrativen Kosten betrifft. Auto-Abos wirken auf den ersten Blick viel teurer als eine Leasingofferte, die viele teure Zusatzaufwendungen nicht enthält. Wer Auto-Abos mit Leasingofferten vergleicht, muss daher aufpassen, nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Autoscout24 bietet seit Sommer 2020 einen «Beta»-Vergleich von Auto-Abos an. Ein harter Kostenvergleich ist damit aber (noch) nicht möglich.

Teurer als ein Leasing oder ein Auto-Abo ist die Variante Autokauf mit einem Privatkredit. Der Zins für einen Privatkredit bei der Migros Bank beträgt für einen guten Schuldner 4,7% pro Jahr. Bei der Crowdlending-Plattform Lend.ch sind es im besten Fall sogar «nur» 3,5%. Doch in der gegenwärtigen Tiefzinsphase sind Privatkredite teuer und für einen Autokauf nicht empfehlenswert.

Fazit: Wer nur wenige Monate oder alle zwei Jahre ein neues Auto ab Stange fahren und sich um möglichst wenig kümmern möchte, setzt am besten auf ein Abo-Modell. Wer hingegen ein neues, individuell angepasstes Auto viele Jahre halten und «zu Boden» fahren will, fährt mit einem Barkauf am günstigsten.

Wer sich nicht nur günstig, sondern auch ökologisch fortbewegen möchte, sollte sich die Worte von Andreas Käsermann vom Verkehrs-Club der Schweiz zu Herzen nehmen. Er sagt zu den erwähnten Optionen: «Aus Umweltsicht ist die Kombination Velo, öV und Carsharing ganz klar am besten.»

Dieser Artikel ist am 30.12.2020 in der Neuen Zürcher Zeitung erschienen.

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Online-Marketing für Massai Art&Heart

Online-Marketing für Massai Art&Heart: das produzierte Werbevideo

Die FundCom hat das Online-Marketing für Massai Art&Heart von A bis Z konzipiert. Massai Art&Heart ist ein Verein mit Sitz in Gränichen, im Kanton Aargau. Der Verein ist politisch und konfessionell unabhängig. Geführt wird er von der Schweiz-Belgierin Marleen De Heyn Huber.

Als Online-Massnahme für Massai Art&Heart hat die Fundcom die Website und den Online-Shop umgesetzt. Um den Auftritt professionell zu gestalten, hat die FundCom zudem ein Fotoshooting organisiert.

Online-Marketing für den guten Zweck

Massai Art&Heart verkauft in seinem Online-Shop Massai-Schmuck. Den kostbaren Schmuck stellen Massai-Frauen in Handarbeit her. Ein Grossteil des Erlöses aus dem Online-Shop fliesst in Projekte in Kenia. Diese Projekte kommen der Minderheit der Massai zu Gute.

Um den Verein zu promoten und Spenden zu generieren, hat die FundCom auch ein Werbevideo produziert. Das Video ist auf Social Media sowie für ein Crowdfunding auf Wemakeit eingesetzt worden. Das Crowdfunding hat FundCom mit Erfolg umgesetzt: Das Spendenziel von 10’000 Franken ist erreicht worden!

«C&A»-Milliardärs-Familie mit Sinn für den guten Zweck

Die niederländische Familie Brenninkmeijer wurde mit dem Bekleidungsunternehmen C&A steinreich. Ethische Werte nehmen bei der milliardenschweren Familie einen wichtigen Platz ein. Die Familie hat in den letzten Jahrzehnten diverse Stiftungen mit Sitz in Zug ins Leben gerufen. Fundraiso.ch zeigt, was für Themen und Projekte sie fördern.

 

Den gesamten Artikel lesen Sie bei Fundraiso.ch.

Todesfallrisiko: So vermeiden Sie ein finanzielles Fiasko für Angehörige

Stirbt ein Ehe- oder Konkubinatspartner, können Angehörige finanziell in Bedrängnis kommen. Mit einer Todesfallrisiko-Police kann man seine Angehörigen für den Todesfall finanziell absichern.

Hanspeter Meier (35, Name geändert) aus Zürich will seine Frau und seinen Sohn finanziell absichern. Seine Befürchtung: Seine erwerbslose Ehefrau könnte das mit hohen Schulden belastete Eigenheim im Fall seines Todes nicht aus eigener Kraft finanzieren. Meier ist als momentan einziger «Ernährer» ein klassischer Kunde für eine Todesfallrisiko-Police. Denn AHV, Pensionskasse und eventuell eine Unfallversicherung würden der Witwe nach seinem Tod zusammen nie so viel auszahlen, wie Meier verdient. Die Folge: Die Ehefrau müsste im schlechtesten Fall das Eigenheim verkaufen und mit dem Sohn ausziehen.

Selina Wyss, Leiterin Vorsorgeplanung beim VZ Vermögenszentrum, warnt auch unverheiratete Paare mit Eigenheim vor den potenziell negativen finanziellen Folgen eines Todesfalls: «Konkubinatspaare sind sowohl bei den gesetzlichen Versicherungen als auch im Erbrecht deutlich schlechter gestellt als Ehepaare. Das Erbe wird durch die Erbschaftssteuern vielerorts stark geschmälert. Hinterlässt zum Beispiel ein im Kanton Zürich wohnhafter Mann seiner Konkubinatspartnerin 200 000 Franken Vermögen, muss die Partnerin darauf rund 50 000 Franken Erbschaftssteuern zahlen.»

Mit Todesfallkapital die Hypothek abzahlen

Meiers Frage lautet: Welches Todesfallkapital braucht seine Frau, damit sie das Eigenheim auch nach seinem Tod halten kann? Dazu muss der Informatiker eine sogenannte Tragbarkeitsrechnung wie eine Bank machen. Meiers Einfamilienhaus kostete 1 Mio. Fr. Als leitender Informatiker verdient Meier brutto 180 000 Fr. im Jahr. Auf seinem Haus lasten Schulden von 800 000 Fr. Bei einer Hypothek von mehr als zwei Dritteln des Kaufpreises wie bei Meiers muss die Schuld innerhalb von 15 Jahren auf zwei Drittel des Kaufpreises abbezahlt werden.

Gegenwärtig zahlen die Meiers für die Hypothek bei ihrer Bank 1% Zins pro Jahr (monatlich 667 Fr.). Die Amortisationskosten belaufen sich auf monatlich 741 Fr. Mit den zusätzlichen Unterhalts- und Nebenkosten von 833 Fr. (1% des Kaufpreises pro Jahr) kommt die Familie auf eine monatliche Belastung von total 2241 Fr. Im Jahr sind das 26 892 Fr. Die Gesamtkosten dürfen bei einem kalkulatorischen Hypozins von 5% maximal einen Drittel von Meiers Bruttolohn ausmachen. Die Tragbarkeit des Hauses ist für die Bank zurzeit mit 33% erfüllt – auch bei einem hypothetischen Zins von 5%.

Höhe der Witwenrente bestimmen

Stirbt Meier, kann die überlebende Ehefrau eine AHV-Hinterlassenenrente in Anspruch nehmen und eine Witwenrente aus der zweiten Säule (BVG). Wie hoch diese Renten zusammen wären, kann Meier mit Hilfe der Versicherungsausweise von AHV und Pensionskasse sowie der Angaben der Unfallversicherung berechnen. Doch die für Frau Meier vorgesehenen Witwenrenten würden das weggefallene, hohe Einkommen des Ehemannes von 180 000 Fr. pro Jahr nicht wettmachen. Das Haus wäre für die Witwe nicht mehr tragbar.

Die Lösung: Herr Meier kann zum Beispiel ein Todesfallkapital von 200 000 Fr. bei einer Versicherung versichern lassen. Mit dem Geld könnte seine Frau nach seinem Ableben die Hypothek um diesen Betrag abbezahlen. Mit einem gut bezahlten Job und den Witwenrenten wäre das Haus für die Witwe und auch die Hausbank weiter tragbar.

Diese Einflussfaktoren bestimmen die Prämienhöhe

Die Prämien für Hanspeter Meier sind in erster Linie abhängig von der vereinbarten Versicherungssumme und dem Alter des Antragstellers zum Zeitpunkt des Abschlusses. Auch die Vertragslaufzeit, das Geschlecht und der Gesundheitszustand haben einen Einfluss auf die Prämienhöhe. Wer raucht, zahlt zudem höhere Prämien als Nichtraucher mit tieferem Sterberisiko. Wichtig zu wissen: Die Gesellschaften können je nach Beantwortung der Gesundheitsfragen einen Leistungsausschluss vornehmen oder einen Antragsteller ganz ablehnen.

Der Offertenvergleich zeigt: Die Kosten für eine Police mit einem konstanten Todesfallkapital von 200 000 Fr. liegen zwischen 321 Fr. und 614 Fr. Der grosse Unterschied bei den Prämien zeigt: Vor einem Abschluss sollte man mehrere Offerten einholen.

Bei Todesfallrisiko-Police gibt es zwei Varianten

Bei einer Todesfallrisiko-Versicherung mit der Option «Abnehmendes Kapital» nimmt die versicherte Summe jährlich um einen gleichbleibenden Betrag linear ab. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren sinkt beispielsweise die Versicherungssumme jedes Jahr um einen Zwanzigstel. Die Prämien fallen günstiger aus als bei einer Police mit konstanter Versicherungssumme. Der Grund: Die gesamte Leistung ist kleiner. Ein abnehmendes Todesfallkapital kann bei einer Hypothek mit regelmässiger Rückzahlung (Amortisation) oder einer Familie mit älter werdenden Kindern sinnvoll sein – vor allem auch, wenn der Partner wieder berufstätig wird und gut verdient. Bei einer Police mit konstantem Todesfallkapital bleibt die versicherte Summe während der ganzen Vertragsdauer gleich hoch. Das ist dann sinnvoll, wenn im Todesfall ein bestimmter Betrag zur Auszahlung kommen soll – beispielsweise in der Höhe der Hypothek auf dem Eigenheim.

Diese Punkte sollten Sie vor dem Versicherungsabschluss beachten:

Todesfallsumme: Die Höhe der Todesfallsumme sollte sich am effektiven Bedarf im Todesfall orientieren.

Vorsorge-Analyse: Wer eine Vorsorge-Analyse zur Ermittlung des nötigen Todesfallkapitals nicht selber vornehmen will, kann sie von einem unabhängigen Versicherungsvermittler erstellen lassen. Mit dem Versicherungsvermittler sollte man eine Honorierung nach Stundenaufwand vereinbaren. Achten Sie darauf, dass Ihnen der Makler allfällige Provisionen für den Vertragsabschluss offenlegt und herausgibt.

Offerten: Holen Sie mindestens drei Offerten ein. Für die Wahl der Gesellschaft kann man sich an der Prämienhöhe orientieren, da die Leistungsunterschiede kaum ins Gewicht fallen.

Keine Sparversicherung: Man sollte sich auf keinen Fall eine Todesfallrisiko-Versicherung mit Sparanteil aufschwatzen lassen.

Überschussbeteiligungen: Von allfälligen freiwilligen, nicht garantierten Überschussbeteiligungen sollte man sich in Offerten nicht blenden lassen. Orientierungspunkt sollten nur die effektiven Jahresprämien ohne Überschüsse sein.

Prämienbefreiung: Prüfen Sie, ob eine Offerte eine Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit vorsieht. Das bedeutet: Wird die versicherte Person wegen Krankheit oder Unfall invalid, muss sie die Prämien für die Police nicht mehr zahlen und bleibt dennoch versichert.

Autor: Bernhard Bircher-Suits; Dieser Artikel ist am 30.9.2020 in der Neuen Zürcher Zeitung erschienen.

So viel kostet das Auto wirklich

Versicherung, Abschreibung, Steuer, Unterhalt und Wertminderung – die Kosten eines Personenwagens hören nicht beim Kaufpreis auf. Mit mindestens 500 Fr. pro Monat müssen Autobesitzer rechnen, auch bei Occasionsfahrzeugen. Meistens ist es mehr.

Nach langem Suchen und Abwägen hat man endlich den passenden Traumwagen gefunden. Der Preis liegt eben noch im Budget, die Testfahrt verlief anstandslos, und der Kauf- oder Leasingvertrag ist unterschrieben. Doch viele Autokäufer vergessen, dass auch dessen Unterhalt und Betrieb Kosten verursachen. Gemäss der Schweizer Handelsplattform Autoscout24 gilt als grobe Faustregel: Autobesitzer sollten – auch bei günstigen Occasionsfahrzeugen – mit mindestens rund 500 Fr. pro Monat fürs Auto rechnen. Die Fahrzeugkosten werden hauptsächlich durch den Anschaffungspreis plus Unterhaltskosten minus Wiederverkaufswert getrieben.

 Zwei Drittel sind Fixkosten

Gemäss dem Ratgeber «Betriebskosten» des Touring Club Schweiz (TCS) sind im Schnitt bei einem Auto rund zwei Drittel Fixkosten und der Rest variable Kosten. Zu den Fixkosten zählen beispielsweise Garagierungskosten, Amortisation sowie Versicherungen wie die obligatorische Haftpflicht und die Kaskoversicherung. Die Prämien können sich dabei je nach Versicherer, Fahrzeug, Bonus/Malus-Stufe oder Wahl zwischen Voll- oder Teilkasko erheblich unterscheiden.

Nutzt man ein Fahrzeug per Leasing, ist der Abschluss einer teuren Vollkaskoversicherung Pflicht. Nicole Riedo von Autoscout24 sagt: «Viele Menschen, die ihre Autokosten berechnen, denken zu wenig an die Folgekosten. Steuern und Versicherungen sind wichtige Punkte, die zu beachten sind.» Nicht vergessen sollte man auch fixe Kosten wie Zinsen und Ausgaben für die Fahrzeugpflege.

Diese Posten sollten Sie berücksichtigen

Zu den beeinflussbaren, variablen Kosten zählen Service und Reparaturen, Reifen, Treibstoff bzw. Strom sowie der Wertverlust. Dieser schlägt vor allem bei fabrikneuen Wagen massiv zu Buche. Generell gilt: Ein Neuwagen verliert im Schnitt innert drei Jahren rund die Hälfte an Wert. Das zeigen Zahlen des Fahrzeug-Bewertungsdienstes Eurotax.

So verliert gemäss der VCS Auto-Umweltliste 2020 zum Beispiel der Sportwagen «BMW i8» mit Plug-in-Hybrid Benzin und Elektromotor (Kaufpreis 169 217 Fr.) innert drei Jahren im Schnitt rund 58% an Wert. Nach drei Jahren ist das Statussymbol auf dem Occasionsmarkt nur noch 70 820 Fr. wert. Für Sparfüchse kann es somit sinnvoll sein, anstatt eines teuren Neuwagens eher einen gepflegten und unfallfreien Occasionswagen zu kaufen. Beim Kauf eines «preiswerten» Occasionswagens der Ober- oder Geländewagenklasse (SUV) gilt es aber zu beachten, dass die Betriebskosten trotz dem günstigen Kaufpreis oft immer noch auf hohem Niveau liegen.

Der TCS empfiehlt, jene Fahrzeugvariante zu wählen, die jeweils den geringsten Verbrauch ausweist. Kurt Egli vom Verkehrsclub Schweiz (VCS) sagt: «Oft kaufen Schweizer ihr Auto zu gross. Sie orientieren sich nach dem maximalen Nutzerbedürfnis – wie zum Beispiel Familienferien per Auto. Im Alltag fahren die Leute dann immer ein überdimensioniertes Auto. Der Kauf solcher Autos ist aus ökonomischer und ökologischer Sicht schlecht.»

Durchschnittliche Betriebskosten: 70 Rp. pro km

Doch was kostet ein durchschnittliches Fahrzeug mit einem Neuwert von 35 000 Fr. in der Schweiz? Die von den Steuerbehörden anerkannten TCS-Berechnungsgrundsätze ergeben bei einem Musterfahrzeug mit diesem Neuwert bei einer Fahrleistung von 15 000 km fixe Kosten von jährlich 6531 Fr. und variable Kosten von 3904 Fr. Dementsprechend betragen die Betriebskosten des Musterfahrzeuges 10 435 Fr. pro Jahr bzw. 70 Rp. pro km. Das wären also rund 870 Fr. pro Monat.

Wer bei einem Mittelklassewagen somit mit 70 Rp. Kosten pro Kilometer rechnet, liegt meist richtig. TCS-Sprecherin Valérie Durussel sagt: «Der wichtigste Treiber bei den fixen Kosten ist der Fahrzeugpreis. Dieser widerspiegelt sich in der Amortisation.» Der TCS berechnet die Kosten, indem er ein Fahrzeug über zehn Jahre abschreibt, wie Durussel erklärt. «Rund die Hälfte der fixen Kosten wird durch die Amortisation getrieben. Wenn bei der Fahrzeugwahl Einsparungen im Kaufpreis gemacht werden können, ohne dabei den Hauptnutzen zu schmälern, sollte dies in Betracht gezogen werden.»

Spartipps für Autokäufer

Es gibt derweil verschiedene Möglichkeiten, die Gesamtkosten eines Autos etwas niedriger zu halten. Dazu ist Folgendes zu empfehlen:

Verbrauchs- und Betriebskostenvergleich: Wer den Kauf eines Autos plant und die Betriebskosten vergleichen will, findet unter www.verbrauchskatalog.ch viele Angaben zu Tausenden Modellen. Verantwortlich für die Plattform sind der TCS und das Bundesamt für Energie.

Versicherungskosten: Bei einem Neuwagen empfiehlt es sich, eine Vollkaskoversicherung für mindestens drei Jahre abzuschliessen. Anschliessend kann ein Wechsel zum Teilkaskomodell in Erwägung gezogen werden. Versicherungsprämien variieren extrem. Holen Sie mindestens drei Offerten bei verschiedenen Versicherungsanbietern ein. Einige Versicherer bieten auch Spezialrabatte für Elektro-, Erdgas- und Hybridautos oder für emissionsarme Fahrzeuge an.

Steuern: Die Höhe und Berechnungsart der Steuer unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. Ausschlaggebend sein können: Hubraum, Leistung (PS), Gesamtgewicht, Leergewicht und Kombinationen daraus. Sparsame Fahrzeuge und Elektroautos erhalten in vielen Kantonen eine Steuererleichterung. In einigen Kantonen sind reine Elektroautos in den ersten Jahren sogar ganz von der Steuer befreit – im Kanton Solothurn für immer. Anhand des Fahrzeugausweises kann jeder Autohalter die Steuer beim jeweiligen Strassenverkehrsamt in Erfahrung bringen.

Werterhalt: Setzen Sie auf Marken und Modelle mit einem guten Werterhalt. Eurotax veröffentlicht dazu immer wieder Studien. Privatkäufer haben die Möglichkeit, eine Fahrzeugbewertung für Personenwagen, Kleinbusse und Lieferwagen sowie für Motorräder mithilfe von Eurotax-Daten über AutoScout24 durchzuführen. Achten Sie beim Autokauf auf populäre Autofarben: Schwarz, Weiss und Grau lassen sich meist besser verkaufen als andere Farben.

Energieetikette: Autos der Kategorie A und B haben in der Regel deutlich tiefere Treibstoffkosten als Autos mit schlechterer Klassierung.

Kaufen statt Leasen: Leasing hat nur wenige finanzielle Vorteile und ist unterm Strich – trotz anderslautenden Werbeversprechen – häufig teurer als Kaufen. Beim Barkauf können Käufer zudem oft Rabatte herausschlagen. Beim Leasingauto müssen Käufer eine teure Vollkaskoversicherung abschliessen und zudem die Marken-Garage besuchen. Diese verrechnet oft überhöhte Preise. Die Online-Plattform AutoSout24 bietet in Zusammenarbeit mit FinanceScout24 die Möglichkeit, direkt via Autoinserat die Kosten der unterschiedlichen Finanzierungsarten zu vergleichen.

Dieser Artikel ist am 18.8.2020 in der NZZ erschienen. Autor: Bernhard Bircher-Suits.

Neue Website «Massai Art&Heart»: Schmuck online kaufen und Gutes tun

Die FundCom hat Marleen De Heyn Huber, Gründerin des Schweizer Vereins «Massai Art&Heart», bei der Wahl der Rechtsform, dem Sortiment, der Plattform-Wahl und beim Online-Marketing von A bis Z beraten und auch die Website mit Schmuck-Shop konzipiert und umgesetzt. Der Verein «Massai Art&Heart» betreibt einen Online-Shop für Massai Schmuck mit dem Ziel, von Massai-Frauen in Handarbeit hergestellte Kunstwaren in der Schweiz zu verkaufen. Ein Grossteil des Erlöses und der Spenden an den Verein fliessen in Projekte, welche der Minderheit der Massai in Kenia zu Gute kommen. Und Hilfe ist nötig: Im Human Development Index, welcher ein Spiegel der sozio-kulturellen Entwicklung eines Landes ist, liegt Kenia im letzten Drittel der Rangliste.

Den Verein und die Massai unterstützen ist ganz einfach

Ein wichtiges Ziel des Vereins ist es auch, die Abnehmer in der Schweiz über die herausragende Kultur und die soziale und wirtschaftliche Situation der Massai zu informieren. Der Verein verfolgt keine kommerziellen Zwecke und erstrebt keinen Gewinn. Er lebt von Spenden und Zuwendungen aller Art. Die FundCom hat dazu auf der Vereinswebsite auch eine Spendenfunktion integriert und bewirbt den Shop mit Google Ads und Facebook-Inseraten.

Shop now for good unter:
https://www.massaiartandheart.ch/shop

Spendenprojekte, die ins Auge springen

Mit Hilfe von 3D-Brillen erleben Passanten am Infostand Hilfswerks-Projekte sehr realitätsnah. Die neuen «Oculus Go»-Brillen machen das Erlebnis noch eindrücklicher.

Dialoger ermöglichen im Rahmen von Infostand-Kampagnen Passanten mit Hilfe von 3D-Brillen einen emotionalen Einblick in die Projekte von Hilfswerken – beispielsweise in das Brunnenprojekt von Helvetas. Christine Bill, Product Managerin Public Fundraising bei Helvetas, sagt: «Die Betrachter werden emotional berührt von diesem filmischen Rundum-Erlebnis. Sie sehen, was Ihre Spende bewirkt und wie sie einen Beitrag zu echter Veränderung leisten können.»

Ein Wow-Erlebnis am Infostand
Mit der neu von Corris am Infostand eingesetzten Virtual Reality-Brille «Oculus Go» macht die bereits bewährte Technik nochmals einen qualitativen Sprung nach vorne. Gemäss Baldwin Bakker, Geschäftsleiter der Corris AG, bietet die neue Brille viele Vorteile: «Sie verfügt über integrierte Lautsprecher und hat ein hoch auflösendes Display. Ein Passant benötigt daher weder Kopfhörer noch Smartphone. Damit wird die Technologie noch einfacher zu bedienen. Das projizierte Bild wird nun automatisch scharf gestellt. Die Brille ist zudem einfach aufzusetzen und bequem zu tragen.» Gemäss Corris-IT-Supporter Nikolai von Tschubinov überzeugt auch die neue Bedienungssoftware. «Sie ermöglicht es, dass Passanten die Brille aufsetzen und der Film automatisch startet. Zeitfressende Menü-Klicks entfallen.»

Zum Einsatz kommen die neuen Brillen im Rahmen der laufenden Infostand-Kampagne von Helvetas. Das Ziel: Dank emotionalen Filmen sollen Passanten noch nachhaltiger Spenden. Corris bietet die Oculus Go im Rahmen von Infostand-Kampagnen zu einem bescheidenen Aufpreis pro Mitarbeitertag an. Die benötigten Virtual-Reality-Filme lassen sich unterdessen mit relativ günstigen technischen Mitteln auch selber produzieren – beispielsweise mit einer GoPro-Fusion-Kamera. Wer nicht selber Hand anlegen will, kann sich beispielsweise an das auf VR-Filme spezialisierte Zürcher Unternehmen Bandara wenden. Bei VR-Filmen gilt es grundsätzlich auf möglichst kurze und klare Botschaften zu setzen.

Video des Monats: «Vom Dialoger zum Chef»

Um junge Menschen für eine Karriere im Fundraising zu begeistern, hat Corris das Video «Vom Dialoger zum Chef» produziert. Es zeigt, dass der Dialoger-Job Karrierechancen bietet.

Eine PwC-Studie von 2018 belegt: Die Halbwertszeit von CEOs im deutschsprachigen Raum sinkt drastisch und gleicht sich dem internationalen Mittel von sieben Jahren an. Bei Corris ist das anders: Der amtierende Geschäftsleiter Baldwin Bakker begann seine Laufbahn in der Agentur bereits 1996 – als Dialoger. Aufgrund seinem grossen Einsatz im Aussendienst wurde er 2008  zum Geschäftsleiter befördert (siehe Artikel). Seine langjährige Treue und Begeisterung für das Thema Fundraising für Hilfswerke hat auch viel mit dem guten Betriebsklima im Unternehmen zu tun. Die Personalverantwortliche bei Corris, Miryam Ruoss, erklärt: «Ein angenehmes Arbeitsklima ist wichtig und fördert die tägliche Motivation sowie das Engagement unserer Mitarbeiter. Um dies zu erreichen, pflegen wir eine offene Feedbackkultur. Der Dialoger-Job bietet neben einer guten Einstiegsmöglichkeit in das Berufsleben auch Aufstiegsmöglichkeiten, flexible Teilzeit-Arbeit und eine faire Entlöhnung. Regelmässige Team-Events sowie unsere Du-Kultur tragen zudem viel zur guten Atmosphäre bei.»

«Vom Dialoger zum Chef» erreicht über 18 000 Personen
Corris beschäftigt jedes Jahr über 1000 junge Personen als Dialoger. Um Job-Interessenten ihre Karrierechancen im Fundraising aufzuzeigen, hat Corris das Video «Vom Dialoger zum Chef» produziert und gezielt per E-Mail und Social Media beworben. Auf Youtube erreichte es innert wenigen Tagen über 18’000 Ansichten. Im rund einminütigen Video werden Job-Interessenten  aufgefordert, an den Vorstellungstag in Zürich zu kommen und ihre Chance zu packen. Das im Video angeführte Beispiel von Baldwin Bakker zeigt, dass man es bei Corris mit herausragenden Leistungen und viel Herzblut bis ganz nach oben schaffen kann. Das belegen auch weitere Beispiele von Corris-Dialogern und Coaches, die den anspruchsvollen Aussendienst-Job zum Teil seit Jahren machen. Das erfolgreiche Video wird nun auch auf Französisch und Italienisch übersetzt. Miryam Ruoss fügt hinzu: «Wir werden in den Bereichen Schulung und Rekrutierung noch häufiger auf die Karte Video setzen, da wir damit die Job-Interessenten wie auch unser Aussendienst-Personal am Besten erreichen».