Verengungen der Herzklappen erkennen und behandeln

Die Verengung der Aortenklappe gehört zu den häufigsten Herzklappenerkrankungen weltweit. Wird dieser Fehler nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, reduzieren sich Lebensqualität und Lebenserwartung deutlich.

 

Ein gesundes Herz schlägt rund 100 000 Mal pro Tag und pumpt dabei bis zu 10 000 Liter Blut durch den Körper. Vier Herzklappen sorgen als Ventile im Herzen für einen geordneten Blutfluss. Sind diese Klappen verwachsen, verdickt oder verkalkt, öffnen sie sich nicht mehr genügend und der Blutfluss wird gehemmt. Fachleute sprechen in solchen Fällen von einer Klappen-Verengung oder –Stenose. Aufgrund der starken mechanischen Belastung erkrankt die Aortenklappe am häufigsten. Sie ist das «Ventil» zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader (Aorta). Die Verengung führt zu einer erhöhten Pumparbeit des Herzens und der Herzmuskel wird überlastet.

Herzklappenerkrankungen machen oft lange keine Beschwerden

Herzklappen nutzen sich im Laufe des Lebens ab. Die Aortenklappenstenose ist daher vor allem eine Erkrankung des älteren Menschen. Studien zeigen, dass bei über 65-Jährigen rund fünf Prozent aller Menschen eine Aortenklappenstenose aufweisen. Im hohen Alter nimmt die Zahl der Betroffenen weiter zu. Unser fachübergreifend arbeitendes, sogenannte «Herz-Team» am Universitätsspital Zürich behandelt jedes Jahr mehrere hundert Patienten mit einer Aortenklappenverengung und verfügt daher über viel Erfahrung und Expertise in diesem Bereich. Betroffene können jahrelang unentdeckt damit leben. Sobald aber Symptome auftreten, reduziert sich die Lebenserwartung deutlich.

Schmerzen in der Brust und Atemnot sind Warnsignale

Häufige Anzeichen einer Aortenklappenstenose sind Schmerzen in der Brust, Atemnot oder Schwindelanfälle bis zur Ohnmacht. Diese Symptome können sich bei Belastung verstärken. Im Universitätsspital Zürich wird die Abklärung einer Aortenklappenstenose von erfahrenen Fachärzten und Spezialisten meist ambulant durchgeführt. Die Wahl der richtigen Behandlungsmethode fällt unser Herz-Team gemeinsam. Es besteht aus international anerkannten Herzexperten (Kardiologen), Spezialisten der Herzbildgebung, Herzchirurgen und Herzanästhesisten. Der Behandlungsentscheid wird mit dem Patienten und seiner Familie besprochen. Unsere Patienten werden von der Diagnose bis zur Entlassung durch das Team der Kardiologie ganzheitlich und aus einer Hand betreut.

Chirurgischer Herzklappenersatz oder TAVI-Methode

Als Therapiemöglichkeiten stehen der chirurgische Herzklappenersatz oder der katheterbasierte Ersatz der Herzklappe über eine Punktion in der Leiste zur Verfügung. Der katheterbasierte Ersatz der Herzklappe (TAVI: transcatheter aortic valve implantation) stellt eine – im Gegensatz zur offenen Chirurgie – schonende Therapieform dar. Am Universitätsspital Zürich wurden 2018 insgesamt 358 solche TAVI-Eingriffe durchgeführt. Der Ersatz der Herzklappen kann in den meisten Fällen in lokaler Betäubung der Leiste durchgeführt werden und bedarf keiner Vollnarkose. Die TAVI-Methode ermöglicht es, eine biologische Aortenklappe am schlagenden Herzen einzusetzen. Neuste Studien zeigen, dass die TAVI-Methode nicht nur für nicht operable Patienten und solche mit hohem operativem Risiko, sondern auch für Patienten mit niedrigem operativem Risiko eine exzellente Behandlungsmöglichkeit darstellt. Die Erholung der Patienten nach diesem Eingriff ist im Vergleich zur klassischen Herzoperation bedeutend schneller. Ein Spitalaufenthalt nach einem TAVI-Eingriff dauert im Normalfall nur wenige Tage.

Blutzucker im Auge behalten

Viel Bewegung und eine gesunde Ernährung sind Allheilmittel und schützen auch gegen die weltweit grassierende «Zuckerkrankheit». Fachleute sprechen von «Diabetes mellitus», kurz Diabetes. Eine nicht erkannte oder ungenügend behandelte Diabetes kann gravierende Folgen haben.

 

In der Schweiz leiden nach Schätzungen des Bundesamts für Gesundheit rund 500’000 Menschen an Diabetes. Fachleute gehen davon aus, dass rund ein Drittel aller Betroffenen nichts von ihrer Diabetes-Erkrankung weiss. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation hat sich die Zahl der mit Diabetes lebenden Erwachsenen in den letzten rund 40 Jahren fast vervierfacht – auf heute 422 Millionen Menschen weltweit. Die Schweizerische Gesundheitsbefragung von 2018 zeigt auch in der Schweiz eine Zunahme der Krankheit – in allen Altersgruppen. Männer sind leicht stärker betroffen als Frauen.

 

Gemäss Roger Lehmann, Professor am Universitätsspital Zürich und Diabetesexperte, hat diese Zunahme verschiedene Gründe: «Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind Bewegungsmangel und zu viel Kalorienzufuhr, was zu Übergewicht führt.» Personen mit Diabetes haben in der Schweiz Zugang zu wirksamen Behandlungsmethoden, die sie in den allermeisten Fällen vor den Folgen der Krankheit schützen. Eine Heilung ist aber nicht möglich.

Entstehung, Folgen und Diabetes-Typen

Das Hormon Insulin reguliert den Zuckerhaushalt im Körper. Diabetes entsteht, wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Insulin zu produzieren, um den Zuckerhaushalt zu regeln. Zuviel Zucker im Blut schädigt die Blutbahnen und resultiert in Folgeschäden wie beispielsweise Bewusstseinsstörungen, Erblinden, Nierenschäden, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

 

Unterschieden werden mehrere Diabetes-Formen. Gemeinsam ist allen der dauerhaft zu hohe Blutzucker. Diabetes mellitus Typ 1 tritt meist bei jüngeren Menschen auf und resultiert in einem kompletten Insulinmangel. Die Ursachen für die Entstehung des Typ 1 sind nur teilweise bekannt. Von Diabetes mellitus Typ 2 sind vor allem Menschen ab 40 Jahren betroffen, zunehmend aber auch junge Personen. Typ 2 ist mit rund 90 Prozent die häufigste Form von Diabetes. Betroffene produzieren zu wenig eigenes Insulin. Bewegungsmangel, Übergewicht und erbliche Vorbelastung begünstigen den Typ-2 in allen Altersgruppen. Starker Durst, ständige Müdigkeit und häufiges Wasserlassen können Anzeichen sein.

Therapie und individuelle Behandlung durch Spezialisten

Wer mit Hilfe von einem ärztlichen Bluttest eine Diabetes-Diagnose erhält, muss fortan seinen Blutzuckerspiegel immer wieder kontrollieren. Fachleute empfehlen als Therapie viel Bewegung, eine diabetesgerechte Ernährung, bei Bedarf Medikamente und in manchen Fällen Insulin. Für alle Diabetiker günstig ist eine ballaststoffreiche Kost aus frisch zubereiteten Speisen mit viel Gemüse und ausreichend Obst, wenig Zucker und spärlich tierischen Fetten. Getränke sollten nicht gesüsst sein. Wer den Blutzucker dank professioneller Hilfe in den Griff bekommt, kann Spätfolgen weitgehend vermeiden. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es eine für jeden Patienten individuell ausgerichtete Schulung bezüglich Umgang mit Diabetes im täglichen Leben. Das Universitätsspital Zürich unterstützt alle Diabetes-Betroffenen mit spezifischen Sprechstunden, Behandlungen sowie kostenlosen Vortragsreihen. Es verfügt über ein grosses Team aus Fachärztinnen und Fachärzten sowie Diabetes-Beraterinnen und -Berater und Ernährungscoaches. Professor Roger Lehmann vom Universitätsspital sagt: «Wir behandeln Patienten mit den neusten Medikamenten und Insulinformen sowie mit Zucker-Sensoren verbundene Insulinpumpen. Mit unserer professionellen Begleitung erreichen unsere Patientinnen und Patienten eine optimale Blutzucker-Einstellung.»

Öffentliche Veranstaltung

Erfahren Sie mehr zum Thema «Diabetes: Wenn der Zucker es den Nieren schwermacht» an der Veranstaltung vom Mittwoch, 8. Mai um 18.30 Uhr im Hörsaal West des Universitätsspitals Zürich. 

Titel

Die Corris AG bietet in Zusammenarbeit mit SIX Payment Services bei Infostand- und Haustür-Kampagnen neu Kartenzahlungen an. Damit wird eine LSV-Erstspende möglich.

Corris ermöglicht Dauerspendern bei Infostand-Kampagnen  die Zahlung der ersten Spende direkt vor Ort. Förderinnen und Förderer erledigen ihre Erstspende somit bequem mobil am Infostand oder an der Haustüre mit EC-Direct, Postcard, Master- oder Visa-Karte.  Karin Ackermann, Leiterin Data Management bei Corris, betont: «Der Förderer ist und bleibt ein Dauerspender. Er wird jeweils gemäss vereinbartem Zahlungsintervall belastet. Die Corris App wurde so angepasst, dass bei einer Erstzahlung das Datum für die nächste Belastung gemäss dem gewählten Intervall angepasst wird.» Das Ziel einer Erstspende ist gemäss Ackermann «eine schnelle Realisation und die Senkung der Stornoquote».

Bezahlterminal zur Miete

Um die Erstzahlung per Karte am Stand für die Kampagne eines Auftraggebers vorzubereiten, benötigt Corris eine Vorlaufzeit von rund vier Wochen. Falls ein Kunde die Erstzahlungsmöglichkeit am Infostand nutzen will, meldet Corris die nötigen Angaben an die SIX Payment Services. SIX unterbreitet dem Kunden dann die nötigen Verträge. Für den Bezug der Karten-Terminals gibt es für Corris-Kunden folgende zwei Möglichkeiten: Dauer- und Kurzmiete. Die Anzahl der benötigten Terminals hängt von der Anzahl und Grösse des jeweiligen Dialoger-Teams ab. Pro Standplatz benötigt Corris jeweils ein Bezahl-Terminal sowie ein Ersatzgerät pro Werberegion. Baldwin Bakker, Geschäftsleiter von Corris, sagt zum neuen Service: «Wir setzen mit dieser mobilen LSV-Erstzahlungsoption per Karte neue Standards in der Schweiz».

Die Geheimnisse der Körpersprache verstehen

In einem mehrtägigen Seminar frischten Corris-Führungskräfte ihr  Wissen im Umgang mit Passanten mit vielen praktischen Übungen aus dem  Fundraising-Alltag auf. 

 

Wer Passanten für Projekte und Spenden an Non-Profit-Organisationen  gewinnen will, muss selbstsicher sein, offen auf Menschen zugehen und  ein Lächeln im Gesicht haben. Neben guten  Kommunikationsfähigkeiten braucht jede/r DialogerIn aber auch viel  Wissen über die Hilfsorganisation und ihre aktuellen Projekte –  und einen Coach, der ihn in seinem Arbeitsalltag fordert und fördert. Es  gilt bei der Arbeit auf der Strasse zudem, die Körpersprache von  Menschen zu entschlüsseln.

Erfahrungsaustausch mit DialogDirect

In einem zweitägigen Seminar versammelten sich ein Dutzend Corris-Führungskräfte aus der Deutschschweiz im Herzen von Berlin. Hier kam es zu einem nutzbringenden Erfahrungsaustausch mit der renommierten Fundraising-Agentur DialogDirect in Berlin.  DialogDirect ist wie Corris seit über 20 Jahren mit Infostand-Kampagnen für bekannte Hilfsorganisationen in Deutschland aktiv.  Die Corris-Führungskräfte lernten im Rahmen von Workshops, wie sie ihre Handlungs- und Veränderungskompetenz erhöhen und dadurch neue Lösungswege im Führungsalltag beschreiten und in Konfliktgesprächen souveräner auftreten können. Anhand konkreter Fallbeispiele wurde in Gruppensitzungen besprochen, wie sich Vorgesetzte jederzeit korrekt und fair verhalten.  Baldwin Bakker, Geschäftsleiter der Corris AG, sagt über die Bildungsreise: «Damit unsere Mitarbeitenden die Ziele unserer Auftraggeber und Corris erreichen können, brauchen sie viel Unterstützung in Form von Coaching oder Schulungen. Im Seminar lernten unsere zum Teil noch jungen Führungskräfte, wie sie ihre Zielvorgaben im Berufsalltag richtig umsetzen können.» Für 2018 sind weitere Seminare geplant. Zudem finden bei Corris laufend Weiterbildungen für Coaches und Dialoger statt mit Hilfe eines ausgeklügelten E-Learning-Systems.

Mehr Spenden mit Marketing-Automatisation

Automatisierte Spendenkampagnen sparen Aufwand und stärken die Spenderbindung. Eine zentrale Verwaltung gibt eine globale Übersicht über alle Spender-Interaktionen.

Corris hat in enger Zusammenarbeit mit der Agentur getunik eine vollautomatisierte digitale Spenden-Kampagne entwickelt. Das Ziel dieser Kampagne: Erstspender und Interessenten am Infostand identifizieren sich dank multimedial erzählten, authentischen Geschichten aus dem Einsatzland Nepal noch besser mit der Entwicklungsorganisation FAIRMED, ehemals Leprahilfe Emmaus Schweiz.  Eine engere Bindung der LSV-Spender ans Hilfswerk senkt die Storno- und erhöht die Realisationsquote. Aus Einmalspendern werden regelmässige Spender und reine Interessenten tätigen eine Erstspende. Baldwin Bakker, Geschäftsleiter der Corris, sagt über das wegweisende Automatisations-Projekt: «Unsere Erfahrungen mit Marketing-Automatisation bei FAIRMED zeigen, dass in der Automatisation von Spendenprozessen und der Fundraising-Kommunikation ein riesiges Potential schlummert. Gerne erkläre ich Interessenten, wie sie ihr Fundraising damit noch effizienter und ertragreicher machen können.»

Auch für getunik stellt das Projekt eine wichtige Weiterentwicklung des digitalen Fundraisings dar. «Dank der Zusammenarbeit mit FAIRMED und Corris können wir die Möglichkeiten der digitalen Touchpoints nahtlos mit den bewährten Fundraising-Instrumenten aus dem Face-to-Face integrieren. Die optimale Verbindung von analoger und digitaler Welt bietet ein einzigartiges Erlebnis und schafft damit eine Win-Win-Situation für Förderer und Organisation», sagt Gregor Nilsson, Geschäftsführer von getunik. Mit Marketing-Automation für NGOs laufen verschiedenste Prozesse und Aufgaben der Leadgenerierung und Spenderentwicklung automatisch im Hintergrund und lösen manuelle Vorgänge, wie die Zielgruppen-Selektion für Newsletter, das Posten eines Facebook Posts, oder die Beauftragung des Printmailings und des Telefonmarketings ab. Eine zentrale Verwaltung und Messung aller Marketing-Aktivitäten ermöglicht eine globale Übersicht aller Interaktionen mit den Spendern.

Spendenprojekte, die ins Auge springen

Mit Hilfe von 3D-Brillen erleben Passanten am Infostand Hilfswerks-Projekte sehr realitätsnah. Die neuen «Oculus Go»-Brillen machen das Erlebnis noch eindrücklicher.

Dialoger ermöglichen im Rahmen von Infostand-Kampagnen Passanten mit Hilfe von 3D-Brillen einen emotionalen Einblick in die Projekte von Hilfswerken – beispielsweise in das Brunnenprojekt von Helvetas. Christine Bill, Product Managerin Public Fundraising bei Helvetas, sagt: «Die Betrachter werden emotional berührt von diesem filmischen Rundum-Erlebnis. Sie sehen, was Ihre Spende bewirkt und wie sie einen Beitrag zu echter Veränderung leisten können.»

Ein Wow-Erlebnis am Infostand
Mit der neu von Corris am Infostand eingesetzten Virtual Reality-Brille «Oculus Go» macht die bereits bewährte Technik nochmals einen qualitativen Sprung nach vorne. Gemäss Baldwin Bakker, Geschäftsleiter der Corris AG, bietet die neue Brille viele Vorteile: «Sie verfügt über integrierte Lautsprecher und hat ein hoch auflösendes Display. Ein Passant benötigt daher weder Kopfhörer noch Smartphone. Damit wird die Technologie noch einfacher zu bedienen. Das projizierte Bild wird nun automatisch scharf gestellt. Die Brille ist zudem einfach aufzusetzen und bequem zu tragen.» Gemäss Corris-IT-Supporter Nikolai von Tschubinov überzeugt auch die neue Bedienungssoftware. «Sie ermöglicht es, dass Passanten die Brille aufsetzen und der Film automatisch startet. Zeitfressende Menü-Klicks entfallen.»

Zum Einsatz kommen die neuen Brillen im Rahmen der laufenden Infostand-Kampagne von Helvetas. Das Ziel: Dank emotionalen Filmen sollen Passanten noch nachhaltiger Spenden. Corris bietet die Oculus Go im Rahmen von Infostand-Kampagnen zu einem bescheidenen Aufpreis pro Mitarbeitertag an. Die benötigten Virtual-Reality-Filme lassen sich unterdessen mit relativ günstigen technischen Mitteln auch selber produzieren – beispielsweise mit einer GoPro-Fusion-Kamera. Wer nicht selber Hand anlegen will, kann sich beispielsweise an das auf VR-Filme spezialisierte Zürcher Unternehmen Bandara wenden. Bei VR-Filmen gilt es grundsätzlich auf möglichst kurze und klare Botschaften zu setzen.

Video des Monats: «Vom Dialoger zum Chef»

Um junge Menschen für eine Karriere im Fundraising zu begeistern, hat Corris das Video «Vom Dialoger zum Chef» produziert. Es zeigt, dass der Dialoger-Job Karrierechancen bietet.

Eine PwC-Studie von 2018 belegt: Die Halbwertszeit von CEOs im deutschsprachigen Raum sinkt drastisch und gleicht sich dem internationalen Mittel von sieben Jahren an. Bei Corris ist das anders: Der amtierende Geschäftsleiter Baldwin Bakker begann seine Laufbahn in der Agentur bereits 1996 – als Dialoger. Aufgrund seinem grossen Einsatz im Aussendienst wurde er 2008  zum Geschäftsleiter befördert (siehe Artikel). Seine langjährige Treue und Begeisterung für das Thema Fundraising für Hilfswerke hat auch viel mit dem guten Betriebsklima im Unternehmen zu tun. Die Personalverantwortliche bei Corris, Miryam Ruoss, erklärt: «Ein angenehmes Arbeitsklima ist wichtig und fördert die tägliche Motivation sowie das Engagement unserer Mitarbeiter. Um dies zu erreichen, pflegen wir eine offene Feedbackkultur. Der Dialoger-Job bietet neben einer guten Einstiegsmöglichkeit in das Berufsleben auch Aufstiegsmöglichkeiten, flexible Teilzeit-Arbeit und eine faire Entlöhnung. Regelmässige Team-Events sowie unsere Du-Kultur tragen zudem viel zur guten Atmosphäre bei.»

«Vom Dialoger zum Chef» erreicht über 18 000 Personen
Corris beschäftigt jedes Jahr über 1000 junge Personen als Dialoger. Um Job-Interessenten ihre Karrierechancen im Fundraising aufzuzeigen, hat Corris das Video «Vom Dialoger zum Chef» produziert und gezielt per E-Mail und Social Media beworben. Auf Youtube erreichte es innert wenigen Tagen über 18’000 Ansichten. Im rund einminütigen Video werden Job-Interessenten  aufgefordert, an den Vorstellungstag in Zürich zu kommen und ihre Chance zu packen. Das im Video angeführte Beispiel von Baldwin Bakker zeigt, dass man es bei Corris mit herausragenden Leistungen und viel Herzblut bis ganz nach oben schaffen kann. Das belegen auch weitere Beispiele von Corris-Dialogern und Coaches, die den anspruchsvollen Aussendienst-Job zum Teil seit Jahren machen. Das erfolgreiche Video wird nun auch auf Französisch und Italienisch übersetzt. Miryam Ruoss fügt hinzu: «Wir werden in den Bereichen Schulung und Rekrutierung noch häufiger auf die Karte Video setzen, da wir damit die Job-Interessenten wie auch unser Aussendienst-Personal am Besten erreichen».

Mit FAIRMED ans Ende der Welt

Rund 1,2 Milliarde Menschen leben mit weniger als einem Dollar pro Tag. Eine vollautomatisierte Kampagne von FAIRMED und Corris bringt Spender diese Welt multimedial näher.

FAIRMED – ehemals Leprahilfe Emmaus Schweiz – hat sich zum Ziel gesetzt, dass weltweit niemand mehr an einer heilbaren Krankheit leiden oder sterben soll. Seit 1959 setzt sich FAIRMED für vernachlässigte und von Krankheit und Armut bedrohte Menschen in Afrika und Asien ein. In enger Zusammenarbeit mit Corris und der Agentur getunik wurde eine neuartige, vollautomatisierte digitale Kampagne entwickelt. Das Ziel der Kampagne: Erstspender am Infostand sowie Interessenten sollen sich mit Hilfe von packenden, multimedial erzählten Storys noch enger mit FAIRMED verbunden fühlen.

Die emotionale Bindung an die Organisation wird mit Hilfe der nepalesischen, freiwilligen Gesundheitsmitarbeiterin Nobina gestärkt.  Sie nimmt Spendende virtuell mit auf eine Reise in einen Gesundheitsposten, eine Müttergruppe und eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Behinderung ins abgelegene, nepalesische Dorf Lagarche. Es befindet sich sozusagen am «Ende der Welt». David Maurer, Verantwortlicher für digitale Kommunikation bei FAIRMED, sagt: «Wir sind immer wieder beeindruckt, mit wie viel Engagement unsere lokalen Mitarbeitenden unter anspruchsvollsten Bedingungen im Einsatz sind. Mit der virtuellen Reise geben wir ihnen das Wort und machen sichtbar, wie FAIRMED in Nepal Gesundheit zu den Ärmsten bringt.»

Interessierte Passanten können am Infostand ihre Kontaktdaten hinterlassen und werden daraufhin ebenfalls auf die rein virtuelle Reise geschickt – mit leicht veränderten Botschaften und einem abschliessenden Spenden-Appell. Nobina erzählt auf einer extra dafür erstellten Website aus erster Hand, wie die Menschen im Dorf Lagarche auch drei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben leben und ihren schwierigen Alltag meistern.

Die Geschichte wird den Erstspendern und Interessierten mit Hilfe von packenden Bildergeschichten näher gebracht. Zum Einsatz kommen auch E-Mails und SMS-Nachrichten sowie Postkarten. Baldwin Bakker, Geschäftsführer von Corris, sagt über das wegweisenden Projekt: «Diese Kampagne wird vollautomatisiert und trotzdem sehr individuell abgewickelt. Das Ziel ist es, damit die Spenderbindung zu stärken, Interessenten schlussendlich doch noch für eine Spende zu gewinnen und die virtuell Reisenden für die Probleme am Ende der Welt zu sensibilisieren.»

Die Fallgruben beim Wohnungskauf

Wer eine Eigentumswohnung kauft, muss wissen: Längst nicht alles, was unterschrieben wird, ist gültig. K-Geld sagt, worauf Käufer achten sollten.

Nach Schätzungen des Stockwerkeigentümerverbands kommen jedes Jahr 10000 bis 15000 Neubauwohnungen im Stockwerkeigentum auf den Markt. Den Traum von den eigenen vier Wänden können sich Interessenten zum Beispiel in der Wohnüberbauung Guggach in Zürich-Unterstrass erfüllen. Hier baut der Generalunternehmer Allreal seit Anfang Juni 2013 rund 200 «exklusive» Eigentumswohnungen. Die Fertigstellung ist für Anfang 2016 geplant. Hanspeter Sturzenegger (40, Name geändert) aus Zürich interessierte sich bereits vor Baubeginn für eine Fünfeinhalb-Zimmer-Wohnung. Kostenpunkt: rund 1,7 Millionen Franken. Gemäss Reservationsvereinbarung der Allreal muss ein Käufer eine «nicht zu verzinsende» Reservationsgebühr von 60 000 Franken im Voraus leisten. Die Gebühr wird im später zu vereinbarenden Kaufvertrag vom Kaufpreis abgezogen. Aber: Ginge die Generalunternehmerin vorher pleite, wäre der Betrag verloren.

Reservationsvertrag: Auf den Baubeschrieb ist noch kein Verlass
Kaufwillige sollten sich also vor einer Reservationszahlung über die finanzielle Situation des Verkäufers und dessen Seriosität erkundigen. Es empfiehlt sich, mindestens Auskünfte beim Betreibungsamt sowie bei Banken einzuholen. Mit einem Reservationsvertrag hat man weder einen Werk- noch einen Kaufvertrag unterzeichnet. Das gilt auch bei Allreal. Das bedeutet: Auf den Baubeschrieb ist noch kein Verlass. Die Sturzenegger im Frühling 2013 vorgelegten Pläne und Unterlagen waren denn auch als «provisorische Dokumente» bezeichnet. Aus allfälligen Änderungen und Anpassungen würden «keinerlei Ansprüche seitens des Käufers» resultieren. Generalunternehmer Allreal bestätigt dies und schreibt: Ein detaillierter Baubeschrieb werde jeweils erst nach Erhalt der Baubewilligung erstellt. Aber auch dann seien Änderungen noch möglich. Ein Reservationsvertrag muss vom Notar öffentlich beurkundet werden, damit er gültig ist. Doch gemäss Allreal werden ihre Reservationsverträge nicht notariell beurkundet, erst die Kaufverträge. Daher verpflichtet der Reservationsvertrag beide Parteien zu nichts. Der Vorauszahler kann seine Anzahlung jederzeit zurückfordern, und der Verkäufer muss die Reservationszahlung vollumfänglich zurückerstatten. Sturzenegger sah schliesslich von der ungesicherten Reservations zahlung von 60 000 Franken ab: «Mir erschien das Risiko zu hoch, für eine Wohnung im Planungsstadium so viel Geld im Voraus zu zahlen.» Hinzu kam: Es gab in diesem frühen Stadium weder einen detaillierten Baubeschrieb noch ein überprüfbares Stockwerkeigentümer-Reglement, geschweige denn eine Hausordnung. Sturzenegger bleibt vorläufig Mieter. «Neun von zehn Käufern unterschreiben, obwohl sie nicht alles verstehen» Wer den Schritt zum Wohneigentümer trotz solcher Unwägbarkeiten wagt, sollte neben einem Reservationsvertrag auch den Kaufvertrag und den sogenannten Begründungsakt durch eine Fachperson prüfen lassen. Dominik Romang, Zürcher Rechtsanwalt und Präsident des Schweizer Stockwerkeigentümerverbandes, mahnt: «Neun von zehn Käufern setzen ihre Unterschrift unter einen Vertrag, obwohl sie gar nicht alles verstanden haben.»

Neubau: Baubeschrieb von Fachleuten überprüfen lassen
Bei Neubauten sollte man auch den Baubeschrieb im Detail prüfen lassen. Romang: «In einem mir bekannten – völlig ungenügenden – Baubeschrieb stand bezüglich Badezimmerarmaturen nur allgemein, es würden ‹Schweizer Qualitätsprodukte› eingesetzt.» Der Generalunternehmer habe diesen Freipass ausgenutzt und dann jeweils nur die günstigsten Schweizer Produkte verwendet. Romang warnt: «Ein Baubeschrieb sollte sehr detailliert sein und dem Generalunternehmer möglichst wenig Spielraum lassen.» Idealerweise werden Produktnamen und Modelle aufgelistet. Eine weitere Fallgrube: Der Generalunternehmer räumt sich im Vertrag das Recht ein, jederzeit Anpassungen im Grundbuch oder am Projekt als solches vornehmen zu dürfen. Das kann dazu führen, dass zum Beispiel die Garagenplätze anders angeordnet werden. Romang vom Stockwerkeigentümerverband kennt weitere Probleme. In einem Fall habe ein Verkäufer dem Käufer versprochen, dass er vor dem Mehrfamilienhaus einen Gemüsegarten anlegen könne. «Doch im Stockwerkeigen tümer-Reglement war eine solche Nutzung des gemeinschaftlichen Gartens nicht vorgesehen.»

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Immobilienpreise in Skiorten auf Talfahrt

Das Angebot an Zweitwohnungen übersteigt die Nachfrage bei weitem. Folge: Die Preise kommen langsam ins Rutschen.

Ende September 2010 wurden in touristischen Gemeinden der Schweiz 5955 Eigentumswohnungen zum Verkauf angeboten. Gemäss Zahlen des Beratungsunternehmens Wüest & Partner sind jetzt – drei Jahre später – 7863 Ferienwohnungen im Angebot, rund ein Drittel mehr. Der Bauboom zeigt auch Folgen bei den Preisen: Gemäss den neusten UBS-Immobiliendaten stiegen sie für Eigentumswohnungen und Häuser in den Schweizer Tourismusgebieten im laufenden Jahr nur noch um 2 Prozent – halb so stark wie im Vorjahr. In den fünf teuersten Tourismusregionen Oberengadin, Gstaad BE, Verbier und Zermatt im Wallis sowie Klosters-Davos GR sind die Preise dieses Jahr stagnierend oder leicht rückläufig. Laut Wüest & Partner sanken die Preise der im Internet und in Zeitungen angebotenen Immobilien z.B. in Zermatt dieses Jahr um 0,6 Prozent, in Saanen sogar um 5,3 Prozent (siehe Tabelle). Das grössere Angebot hängt unter anderem mit dem Bauboom zusammen, den die im Frühling 2012 vom Volk angenommene Zweitwohnungsinitiative auslöste. Die Initiative beschränkt die Anzahl Ferienwohnungen je Gemeinde auf 20 Prozent. An vielen Orten haben die Behörden vor Inkrafttreten der Beschränkung ausserordentlich viele Baubewilligungen erteilt. Die Bauwirtschaft war nicht in der Lage, kurzfristig alle bewilligten Projekte zu erstellen. Deshalb ist mit einem noch rund drei Jahre anhaltenden Bauboom zu rechnen. Er wird zu einem noch grösseren Angebot führen – und zu noch mehr sinkenden Preisen.

Geringere Nachfrage von Ausländern führt zu sinkenden Preisen
Das Oberengadin mit Gemeinden wie St. Moritz und Samedan verzeichnete bei den Quadratmeterpreisen von Eigentumswohnungen über die vergangenen fünf Jahre betrachtet gemäss UBS-Angaben jährliche Preisschübe von 4,3 Prozent. Per Ende September 2013 lag die Wachstumsrate im Vorjahresvergleich nur noch bei 0,1 Prozent. Die Immobilienpreise in Inseraten sanken laut Wüest & Partner dieses Jahr z.B. in St. Moritz um 3,9 Prozent, in Samedan um 4,3 Prozent, in Samnaun und Scuol im Unterengadin um 4,4 Prozent. Mit ein Grund für die tieferen Preise ist die sinkende Nachfrage für Schweizer Ferienwohnungen aus dem Ausland. Vor drei Jahren erhielten noch 1854 Käufer mit Wohnsitz im Ausland eine Bewilligung für den Kauf einer Wohnung, vorletztes Jahr waren es bloss 1330. Die Zahlen für 2012 publiziert das Bundesamt für Justiz erst im Frühling 2014.

Mit welchen Preisen müssen Käufer in den Skiorten aktuell rechnen? Wo gibt es hohe Leerstände und viele bewilligte Neubauprojekte? Und in welchen weniger populären Skiorten findet man günstigeren Wohnraum? In den zehn Top-Skiorten bewegen sich die von den Grundbuchämtern registrierten Preise für eine Eigentumswohnung zwischen 9050 (Engelberg) und 17000 Franken (Pontresina) pro Quadratmeter (siehe Tabelle Seite). Die in Inseraten verlangten Preise liegen jedoch deutlich tiefer, nämlich zwischen 7630 und 14290 Franken. Im Engadiner Nobelort St. Moritz erzielte eine 5-jährige Eigentumswohnung mit 110 Quadratmeter Fläche an guter Lage und mit komfortablem Ausbau einen Verkaufspreis von 1,83 Millionen Franken. Eine vergleichbare Wohnung kostete in Arosa «nur» 1,085 Millionen Franken, in Engelberg 996000 Franken.

Orte mit über 20 Prozent Zweitwohnungen sind für Käufer interessant
Im Obwaldner Ferienort Engelberg wurde eine durchschnittliche 4,5-Zimmer-Eigentumswohnung mit gutem Ausbaustandard im Durchschnitt für 9050 Franken pro Quadratmeter verkauft. In Kerns OW (Melchsee-Frutt) kostete der Quadratmeter für so ein Objekt 7140 Franken, in Flühli Sörenberg LU nur noch 5550 Franken. Ein Wohnungskauf zum jetzigen Zeitpunkt könnte sich vor allem in Gemeinden mit bereits mehr als 20 Prozent Zweitwohnungen lohnen. Denn hier gibt es bald keine neu erstellten Ferienwohnungen mehr, sondern nur noch «Occasionen ». Robert Weinert von Wüest & Partner glaubt: «Mittel- und längerfristig ist in diesen Gemeinden mit stärkeren Wertsteigerungen zu rechnen, weil die Volksinitiative ihre volle Wirkung entfaltet.» Sollte zudem der Schweizer Franken im Vergleich zum Euro wieder schwächer werden, dürfte die Nachfrage aus dem EU-Raum die Preise wieder in die Höhe treiben. Allerdings erst, wenn der Vorrat an leeren Wohnungen sehr deutlich zurückgeht.

Bernhard Bircher-Suits